Druckschrift 
2 (1838)
Entstehung
Seite
511
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Klconnis,

Euphacs.

Warum sindDes Kriegers Wunden nicht so bald geheilt,ZllS bald sein Muth nach neuen durstet! SchonDer ncmite Tag, daß der zerschmetterteVcrtheidgungsarm des schweren Schilds entwöhntlind die vom Speer durchstc-chne Seite nichtDen Panzer leiden will! Der neunte Tag!Zu viel der aufgcdrungncn Last! Zu viel

Auf eine Schlacht, die dennoch--Hätte mir

7V Ein holdcrS Schicksal diese Wunden bisAnr letzten tödtlichcn geborgt! Wie gernWollt ich alsdann, ich ganz Gefühl, ganz Schmer;Für eine sieben blntc»; wenn ich heutNur, meiner Glieder Herr, und meines SohnSGefährte wäre! Meines SohnS! VielleichtDaß eben jetzt--

Philäns.

Nun reißt sie zicgclloS,Die kranke Phantasie, ihn fort! Mich schmerztDer Zärtliche

Euphacs.Des Todes kalter SchaurDurchläuft mich; starrendes Entsetze» sträubt80 Das wilde Haar zu Berge

Philäus.

Höre mich!EuphaeS.

Dich hören? Kann ich? Sieh! Er ist umringtWo nunmehr durch? Sich Wege hauen, Kind,Erfordert andre Nerven! Wage nichts!Doch wag es! Hinter dich! Bedecke schnellDie offne Lende! Hoch das Schild! Umsonst!In diesem Streiche rauscht der Tod auf ihnHerab. Erbarmuug, Götter! Ströme BlutsEntschießcn der gespaltncn Stirn; er wankt;