Kleonnis.
Euphacs.
Nein; das GlückIst mir zu fcind; zu feind, als daß es michIm Sohne lieben sollte.
Philäus.Finstrer Wahn!Das Glück ist treulos, um das Glück zu seyn,Und nicht uns zu verfolgen. Doch gesetzt:Es hasse dich, dich mehr als andre. Sprich!Ist das der Fall, die Wirkung seines GrollsZu fürchten? Wer begleitet ihn? Wer ists,120 In dessen Schirm, als unterm breiten SchutzDer göttlichen Aegide, DcmaratJetzt ficht, jetzt siegt? Ists nicht Aristodem?
EuphaeS.
Wen nennst du mir? O wär ers nicht! Er nicht!Philäus.
So macht dich deine Furcht auch ungerecht?Das geht zu weit! — Herr! an der Tapferkeitlind Treu Aristodcms verzweifeln, istBeleidigung der Tugend! Wen von unsFürcht der Spartaner mehr als ihn? Dich selbstRicht ausgenommen. Dich; sein Schrecken, sein
130 Verderben! Wie ein Wetterstrahl, mit demDer Donner Felsen spaltet, so brachst duIn seinen eisern Phalanx ein; dein SchwerdFraß ganze Reihen. Endlich von der ZahlUnschimpflich übermannt, da du, mit dirMessenens Heil zu sinken drohte: wer,Wer drang dir nach? Wer hielt rnnd um dich herDer Rachsucht wilden Wirbel ab? Wer ludDich auf atlantfche Schultern, theure Last,Und trug dich hoch durch den erstaunten Feind
140 Hindurch? — Das that Aristodem! Da sahDer Feind, mit grimmiger Bewundrung, starrIhm nach! Die Wunder, Herr, die er für dichLessings Werke II. ZZ