Druckschrift 
2 (1838)
Entstehung
Seite
540
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Z40

Der Schlaftrunk.

Rarl B. Zch darf mich nicht langer aufhalten. — LiebsteCharlotte, meine Schwester bittet um das Vergnügen, Sie die-sen Abend besuchen z» dürfen. —

G- Richard. Sie soll uns herzlich willkommen seyn.

Rarl Zd. Liebster Herr Richard, tränen Sie meinem Va-ter das Beste zu. Er ist von allem Eigcnnutzc entfernt; nurseinen Willen muß er haben. Zch darf mich nicht näher er-klären z er hat mir es verbothen. Zch sage Ihnen nur: Sieverlieren nichts, wenn Sie den Proceß verlieren. —

S. Richard. Nichts? Sind zwey tausend Thaler nichts?

Rarl Zö. Zch muß eilen, daß ich meinen Vater noch ein-hole. Wenn Sie aber erlauben, so bin ich mit meiner Schwe-ster diesen Abend wieder hier. —

S- Richard. Es wird mir lieb seyn, Herr Karl. — Be-gleite ihn doch, Lottchcn.

Siebender Auftritt.Samuel Richard. Finette.

Finette. An alle dem hat niemand, als Bruder PhilippSchuld. Was braucht er Sie an den Termin zu erinnern ? Siehätten ihn vergessen —

S- Richard. Und wäre kontumacirt worden. — Du weißtnicht, Mädchen, was das ist — Zch hätte bezahlen müssen.

Finette. Nun ja, Sie hätten bezahlt. Genug, daß das Geldin der Familie bleibt, wenn Herr Karl Lottchcn bekömmt. —

S. Richard. Zn dcr Familie bleibt! Das Geld bleibt al-les in der Welt, und die ganze Welt sollte nur ciuc Familicseyn; abcr wcrs hat, dcr hats.

Achter Auftritt.Anton. Samuel Richard. Finette.Anton. Herr Richard, Zochcn hat angespannt. —S. Richard. Was angespannt?Anton. Die Pferde —S. Richard. Die Pferde?

Anton. Oder den Wagcn; wie Sie wollen. Was weißich, ob die Pfcrdc an den Wagen, oder dcr Wagcn an diePferde gespannt wird.