Druckschrift 
2 (1838)
Entstehung
Seite
541
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Der Schlaftrunk. 541S. Richard. Aber wozu denn?

Anton. Ist denn nicht Donnerstag, heute? Fahren Siedenn nicht ins Kränzchen?

S. Richard. Wahrhaftig! Jochen hat Recht, (cr steht -ms)Fincttc, heute ist Kränzchen; und das Kränzchen, weißt du wohl,versäume ich um wie viel nicht.

Anette. Wer sagt denn, daß Sie es versäumen sollen?

G- Richard. Geh, Anton, sage Jochen, ich käme gleich.(Anton gcht ab, indem Charlotte zurückkömmt.)

Neunter Auftritt.Charlotte. Gamncl Richard. Fincttc.S. Richard. Gieb mir meinen Hut, Fincttc.Charlotte. Wo wollcn Sie hin, liebster Onkel?S- Richard. Ins Kränzchen. Ich muß Strafe geben, woich nicht komme.

Charlotte- Aber

Finette- (zu Charlotten.) So lassen Sie ihn doch!S. Richard, (indem ihm Fincttc dcn Hut giebt) Und meinen Stock.Charlotte. Aber cr vergißt jaFinette. Mag cr doch vergessen.

S- Richard, (indem ihm Fincttc den Stock giebt) lind meineRauchtabacksdosc

Charlotte, (zu Fincttc») Aber wir bekommen Philippen überdcn Hals.

Finette. Dcn wollcn wir schon los wcrdcn.S. Richard, (giebt ihm die Dosc) Ist auch Taback drinnc,und der Stopper? Ihr laßt mich doch an alles allein denken.Finette. Stecken Sie doch nur cin, und gehn SieS- Richard. Nun so führe mich herunter, Lottchcn. Esthut mir lcid, daß ich dich allcin lassen muß. Vertreib dir denAbend, so gut du kannst. Halb zehn bin ich wieder da.

Finette. Gehn Sie nur, und lassen Sie sich das Gläßchcnwohl schmcckcn! (Charlotte führt den Alten ab, und Fincttc räumt dcnKaffcctisch wicdcr ans.) Lustig, Fincttc, das wird ein Abend fürdich werden!

MHKM^^