Teil I.
Der Zwang zum Schaffe«!
Gin Vorwort zur Tätigkeit der Vertrauensmänner.
Zwar ist zuzugeben:
Manche Kreise sind schon bei den früheren Kriegsanleihen, muihrer Beteiligung an die äußerste Grenze der Leistungsfähigkeitherangegangen; oft wurden auch künftige Geldeingänge bereitsfestgelegt.
Die geldliche Kriegsentschädigung scheidet diesmal am bestenaus der Erörterung aus. damit nutzlose Streitereien vermiedenwerden.
Die anfeuernde Erwartung einer nahe bevorstehenden Ent-scheidung, die den Erfolg der VI. Kriegsanleihe beflügelte, müs>enwir diesesmal durch die Zuversicht in unsere Widerstandskraft,durch die vertrauende Geduld und einsichtsvolle Ergebung ersetzen.
Der Feinde Kraft ist nicht unerschöpflich, aber das Ende desRingens um unser Dasein liegt noch nicht greifbar vor uns. Diegeldwirtschaftlichen Anforderungen erreichen nachgerade einenUmfang, der manchem auf der Seele lastet.
Mee öennochl Es muß auch diesmal wieder gelingen, um?es kann sehr wohl gelingen:
Es muß, denn:
!. Die Bereitschaft des deutschen Volkes zu einem ehrenvollenFrieden soll nicht zu einem Zeichen der Not umgedeutet werdendürfen, wie die Feinde es so gern möchten. Diese Gefahr lägevor, wenn wir jetzt versagen wollten.
2. Mit dem Blut Tausender und Abertausender ist die deutsche Sachegeheiligt, der unsere Kämpfe, unsere Entbehrungen, unsersArbeiten gelten. Lassen wir nach, so ist der Preis für alle Opferunweigerlich gefährdet. Man mutz sich vorstellen, wie die Feinde,gerade weil sie selbst von Schwierigkeiten arg bedrängt sind, ausZeichen des Mürbewerdens hoffen und lauern, und man wir-erkennen, wie wichtig unsere Anstrengungen sind.
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