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Leitfaden und Nachschlageblätter zur Werbearbeit : zur 7. Kriegsanleihe
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I.

Die Werbearbeit.

Versammlungen und persönliche Besuche.

Die Ansichten über die Zweckmäßigkeit von Versammlungengehen auseinander? auf dem Lande, wie in der Stadt.

Auf dem Lanöe war die Besucherzahl zuletzt vielfach sehrgering. Auch dann, wenn man als Thema nicht die Kriegsanleiheangab. Andererseits fehlt es nicht an Stimmen vom Lande, die aufVersammlungen nicht verzichten wollen. Am besten bespricht sichhierüber der Vertrauensmann mit urteilsfähigen Leuten seinesOrtes.

Gleichviel ob Versammlung oder nicht: Die persönliche Werbe-arbeit von Haus zu Haus, von Kamilie zu Kamilie soll keines-falls unterbleiben, denn sie ist von der größten Bedeutung!

Den besuchten Familien das knapp gehaltene Werbeblatt mitden für die Kriegsanleihe wesentlichen Auskünften zu hinterlassen,wird sich empfehlen. Die Überreichung bildet vielleicht auch da unddort einen geeigneten und erwünschten Anknüpfungspunkt. Einsolches Werbeblatt wird zur Verbreitung den Vertrauensmännernan die Hand gegeben werden.

In den Städten hatten die Versammlungen viel Erfolg.Ob solche veranstaltet werden sollen oder nicht, vermögen ambesten die örtlichen Werbeausschüsse selb'^ zu beurteilen.

Wer früher Versammlungen veranstaltet hat und sich der inder anschließenden Erörterung auftauchenden Fragen erinnert,wird diesesmal besonders darauf gefaßt sein, daß mit erstaunlicherRegelmäßigkeit der Rat kommtsie sollen aufhören, die Völkersollen sich wieder vertragen". Wenn der Vortrag nichts weiter be-zweckt, als darüber Aufklärung zu verbreiten, daß wir nicht ein-seitigaufhören" können, daß aber die vernichtungswütigenGegner nichts anderes wollen, als daß wir nachlassen oder ganz auf-hören, um dann uns ihre Faust fühlen zu lassen, so hat er schongenug Segen gestiftet. Auch das will erwogen sein, ehe man aufden Vortrag verzichtet.

Wo man Versammlungen für einigermaßen erfolgversprechendhält, ist die Auswahl des Redners wichtig. Geklagt wird immer dann.