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Das skatologische Element in Literatur, Kunst und Volksleben / von Paul Englisch
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mehrere Abhandlungen „De slercoris humani medicinausu" (Über den Gebrauch von Menschenkot in derMedizin), und die deutschen Ärzte eiferten ihm nach.Helvetius zum Beispiel empfiehlt „stercus humanunirecens et adliuc calidum" (frischen und noch warmenMenschendreck). Auch in Schurigs „Chylologia histo-rico-medica, Dresdae 1725", kann man eine Abhand-lung ,,De stercoris humani usu medico" (Über den medi-zinischen Gebrauch von Menschendreck) lesen. DerAutor prüft zunächst die Frage, ob die Anwendung vonMenschenkot erlaubt sei, kommt dann auf das Aus-sehen, die Farbe, Geruch, Unterschied des Alters zusprechen und studiert sodann seine besonderen, für dieverschiedenen Krankheiten günstigen Eigenschaften. Erempfiehlt schließlich (was als besonderes Kuriosunivermerkt sei) aus Kot destilliertes Wasser als besonderswirksames Haarwuchsmittel.

Sogar die französische Akademie der Wissenschaftenhielt es nicht für unter ihrer Würde, die Abhandlungeines solchen Dreckarztes in ihre Berichte 29 aufzu-nehmen. In dieser Abhandlung, betitelt „Observationssur la matiere /Scale par Guillaume Homberg" , be-richtet der Gelehrte unter anderem, daß er vier Men-schen eigens mietete, um mit ihnen Experimente nachseiner Dreckheilmethode zu machen.Im „Medizinischen Vademekum", das schon des öfterenherangezogen wurde, findet sich auch 30 eine Stelle ausdem alten „Wirtemb. Apothekerbuch" zitiert, worinein Rezept, „Menschliche Nachgeburt zu bereiten",wiedergegeben ist.

„Man nehme einen Mutterkuchen, ziehe die Häute

29 Mcmoires de VAeadfmie des Sciences pour l'nnnre 1711.»0 I; S. 95, Nr. 5.

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