Über die französischen skatologischen Sprichwörter gibldie Bibliotheca scatologica erschöpfende Auskunft Ab-schnitt VIII: Mementro scatoparemiologique S. io5 —120 ist nachgedruckt in Anthr. III, 1/17— 15g. Einigebezeichnende Sprichwörter und Redensarten mögen hierfolgen:
Server les fesses, quand on a chie au Iii, das heißt: WennsKalb ersoffen ist, deckt der Bauer den Brunnen zu.
Von dem Gerede eines unbedeutenden Menschen sagt man:II parle comme un cul.
Von einem Menschen, der von einer schweren Krankheit ge-nesen ist, heißt es: II a fait un pet ä la mort. Die Italienerbezeichnen das gleiche mit den Worten: Fare il peto ailupo.
II a chie plus de la moitie de sa merde, ist die Umschrei-bung für einen todkranken Menschen. Ist er tot: II nepeiera plus; denn:
Pour vivre sain et longuementII faut donner ä son cul vent.
Pisser sans peter, c'est aller ä Dieppe sans voir la mer.Einen langweiligen Menschen läßt man abfahren: Parle ä
mon cul, ma tele est malade.Von einem Schnellauf enden Menschen sagt man: II a le
feu au derriere.Auch in Frankreich kennt man die Redensart: Dorthin
gehen, icohin auch der Kaiser zu Fuß muß (Aller oü le.
roi va ä pied).
Der Ausdruck „bescheißen" für ,,betrügen" ist auch inFrankreich gang und gäbe. Von einem, der ihn betro-gen hat, sagt der Franzose: II a chie dans ma malle (Erhat in meinen Koffer hofiert).
On ne peut pas chier au goüt de tout le monde (Man kannnicht nach dem Geschmack aller Menschen hofieren), dasheißt: Man kann es nicht allen recht machen.
Die russische Sprache ist besonders reich an skatolo-gischen Ausdrücken:
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