Druckschrift 
Nachlass / Maximilian Kronberger
Entstehung
Seite
14
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AM BRUNNEN

Du sitzt am Brunnen mit den Sphinxen,Die aus den hellen Felsen sind gehauen.Ihr Haar verwirrten nicht die Winde,Noch unverwittert sind die großen Klauen.

Du sitzt am Brunnen mit den Sphinxen -Dem Untier legst den Lorbeer du aufs Haupt,Den einst dein Ahne hat gewunden,Den du der Statue im Hof geraubt.

Du sitzt am Brunnen mit den Sphinxen -Du legst dem Tier aufs Haupt die weiße Hand,An der du liebreich mich geleitetZurück aus der Verbannung Land.

Du sitzt am Brunnen mit den Sphinxen -

Die singen dir ein stilles Lied. . .

In kurzer Zeit bist du gealtert,

Wie vor dem Herbst die Rose schied.