Druckschrift 
Nachlass / Maximilian Kronberger
Entstehung
Seite
20
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PANS STUNDE

Ein leises Flimmern gleitet über Feld,Ermattet neigen sich die gelben Ähren,Der Sonnenschein liegt blendend auf der WeltMit blassem Duft, mit heißem vollem Schwären.Müd fließt der Bach - die grauen Weiden,Sie senken sich, die unterm Mittag leiden.

Aus grünumbuschten Hütten steigt der Rauch

Hinauf zum wolkenlosen Blau,

Und unbeschattet lechzend ruhen auch

Das weite Feld, die gelb versengte Au.

Ein stilles Grauen lagert auf der Welt,

Das sie mit heißem Atem still umfangen hält.

Es glüht die Erde hell, mit schwachen Stößen

Erzittert sie, als wollte sie sich kühn

Von ungewohnter Kleidung schnell entblößen,

Um nackt aufs neue hinzublühn.

Ein leises Flimmern gleitet über Feld -

Ermattet ruht vom Ringen aus die Welt.