— 37 —
Wert der für die Ausfuhrgüter verwendeten ausländischenRohstoffe; einige weitere Milliarden werden wir auch inder Zukunft für die Einfuhr des notwendigsten Nahrungs-mittelzuschusses und der für unsere Industrie und unserLeben unentbehrlichen Rohstoffe aufwenden müssen. Dazukommt die Herabsetzung unserer Produktionskraft durchden Krieg, der uns rund 2 Millionen der kräftigsten Männergekostet hat, die weitere Schwächung unserer Produktions-krai't durch die Wirren der Revolution und schließlich dieVerkrüppelung unserer Industrie durch die geplante Ab-trenung des Saargebiets und Oberschlesiens . Wir werdenfür Jahre hinaus bei der größten Anspannung unserer ge-schwächten Kräfte und bei der schärfsten Einschränkungunseres inneren Verbrauchs im Wege der Ausfuhr über-haupt keine irgendwie nennenswerten Beträge für Zah-lungen an das Ausland verfügbar machen können, sondernim Gegenteil auf die finanzielle Hilfe des Auslandes an-gewiesen sein. Was; würde uns also übrig bleiben,als unsere nationalen Produktionsmittel selbst, unsereUnternehmungen und Betriebe, unsere Gebäude undMaschinen, unsere Bodenschätze und Grundstücke, unserlehendes und totes Inventar Stück für Stück erst auf dieAnzahlungen, dann auf die jährlichen Zins- und Tilgungs-raten der uns auferlegten Entschädigungen an unsere Feindeauszuantworten, sei es in natura, sei es in Form von Aktien,Gesellschafts- und Geschäftsanteilen und von Obligationen.Die Reichsregierung wird durch die Kommission für Wie-dergutmachung gezwungen werden, sich diese Werte vonden Reichsangehörigen im Wege der Enteignung oder Ver-mögensabgabe genau ebenso zu beschaffen, wie die Schiffe,die Maschinen, das Vieh und alle die anderen Dinge, derenLieferung uns von vornherein zwangsweise auferlegt wer-den soll.
Was dem deutschen Volke droht, ist der kaltherzigsteKapitalismus, verbunden mit Fremdherrschaft, ein System,da3 die Bevölkerung Irlands in 40 Jahren von 8 Millionenauf 4 Millionen Seelen herabgedrückt hat.