1052
d. Ausgaben.
Ministerium des Auswärtigen . . .
Ministerium des Innern.....
Finanzministerium.......
Kriegsministern»».......
Marineministerinm.......
Justizministerium.......
Unterrichtsministerium......
Ministerium des Ackerbaus und HandelsMinisterium deS Verkehrswesens , .
0,1 Millionen Jen,
16,75,13,77,10,51.77.5
23,9
Zusammen ,
«6,3 Millionen Yen.
Im Unterschied zum russischen Budget sind auf den außerordentlichen Etateine Reihe von Ausgaben gesetzt, die anderen als produktiven Zwecken dienen. Ander-seits wird nach dem japanischen Budget für 1903/04 die Gesamtheit der ordentlichenund außerordentlichen Ausgaben fast genau durch die Einnahmen uuter Ausschluß vonAnleihen und ohne die Inanspruchnahme irgendwelcher verfügbaren Bestände gedeckt;die unter den außerordentlichen Einnahmen verzeichneten 7,4 Millionen Anleihen über-steigen nur um eine halbe Million Jen den Überschuß des Gesamtbudgets.
Die einzelnen Posten der ordentlichen Einnahmen erfordern, um ein klaresBild von der finanziellen Belastung der japanischen Bevölkerung und Volkswirtschaftzu geben, einige Erläuterungen; insbesondere gilt das von den Steuern, die etwazwei Drittel der gesamten Staatseinnahmen aufbringen.
An direkten Steuern gelangen zur Erhebung:
1. Eine Grundsteuer, die das ländliche Grundeigentum mit 3,3 Prozeut, dasstädtische Grundeigentum mit 5 Prozeut vom Wert belastet; ihr Ertrag ist für1903/04 auf 47 Millionen Yen veranschlagt.
2. Eine Gewerbesteuer, die nach der Verschiedenheit der einzelnen Gewerbe ab-gestuft ist und teils nach der Größe des Geschäftskapitals oder der Umsätze, teils nachdem Mietswert der Geschäftsräume, teils nach der Zahl der Arbeiter, teils nach demGewinn berechnet wird; ihr Ertrag figuriert im Budget für 1903/04 mit 6,8 Millionen?>en.
3. Eine Einkommensteuer, die bei Einkommen von mehr als 300 Jen miteinem Steuersatz von I Prozent beginnt und bis auf 5'/» Prozent auf Einkommenvon mehr als 100 000 ?)en steigt und daneben das Einkommen der juristischen Per-sonen mit 2^/2 Prozent belastet; Ertrag: 7,4 Millionen Jen.
Der Gesamtertrag der direkten Steuern ist mithin für 1903/04 ans 61,2Millionen Mn veranschlagt.
Unter den indirekten Steuern nimmt die Verbrauchsabgabe auf Sake (Reis-branntwein) die weitaus erste Stelle ein. Ihr Ertrag ist für 1903/04 auf nichtweniger als 66,5 Millionen Jen veranschlagt, also auf etwa ein Viertel der Gesamt-einnahmen. Diese Alkoholsteuer spielt also für den japanischen Staatshaushalt dieselbeRolle wie für den russischen das Spiritnsmonopol.
Von den übrigen indirekten Steuern liefern einen größeren Ertrag die Ver-brauchsabgaben auf Zucker (7,2 Millionen Den), auf Chüyu") s3,4 Millionen Aen).
*) Eine aus Seesalz und vegetabilischen Substanzen bereitete Flüssigkeit (javanische Sauce).