Ich glaube wirklich, der Sache nach, sobald das Symbol ge-wünscht werden könnte, ist es gar nicht möglich gewesen, esbesser zu befriedigen, als wir es bei der Goldausprägung ge-than haben. Nun noch so ängstlich sich befangen zu zeigenim Punkte der Bejahung der Souveränetät, wie es wäre, wennman das Zeichen jeder Dynastie auf das gemeine Silber geprägtsehen wollte, das würde wirklich, wie ich glaube, den Stand-punkt seiner eigenen Festigkeit erschüttern heissen. Ich glaube,die deutschen Fürsten haben nicht nötig, noch darauf bedachtzu sein, dass man bei jedem halben Markstück an jene Souve-ränetät denke; ich glaube, ohne Übertreibung, ihre Thronehaben nie fester gestanden als jetzt, schon aus dem Grunde,weil auch der preussische Königsthron nie fester gestanden hat alsjetzt, und weil die deutschen Fürsten in ihren dynastischen Rechtennie besser geschützt sind, als wenn die deutsche Kaiserkrone be-festigt ist. Ich glaube, sie können alle Sorgen ihrer Souveränetäts-etiquette fahren lassen und das Silber so ausprägen, wie es dieNatur der Dinge verlangt. Es ist dies schon deshalb wünschens-wert, weil ja die Zahl der Münzen, die als Silberstücke aus-geprägt werden, unverhältnismässig grösser ist als die Zahl derGoldmünzen. Dass bei der Varietät der Köpfe, die daraus ent-steht, die Gefahr der Fälschung, von der wir vorhin gesprochenhaben, entschieden verstärkt würde durch die Verschiedenheitder äussern Erscheinung, die die Möglichkeit der Nachahmungerleichtert, liegt sehr nahe. (Sehr richtig!)
Ich glaube, es ist wirklich im Interesse eines gut geordnetenund leicht erkennbaren Münzwesens, dass auf diesen Silber-münzen nicht die verschiedenen deutschen Fürstenköpfe figu-rieren, und ich wünsche, dass die Regierungen rein aus sach-lichen Gründen und durchaus nicht wegen einer konstitutionellenMarotte von unserer Seite hier nachgiebig sein mögen.
Um nun alles zu erlangen, was ich wünsche, müsste ichallerdings sagen, es sollen die Silbermünzen nicht geprägt werden,wie es hier von den Nickel- und Kupfermünzen gesagt ist,nämlich ohne ein menschliches Haupt. Ich wünsche, dass einedoch eine wesentliche Rolle spielende Münze geprägt werdemit dem Kopfe des deutschen Kaisers. Ich bin in diesenDingen durchaus kein Enthusiast, allein ich halte es für natur-gemäss und dem Gefühl des deutschen Volkes entsprechend,