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stossen würde, wenn er sich auf Transaktionen einliesse, welchevon zweifelhafter Sicherheit wären.
Uber die Kleinigkeiten, über die Formalistik, ob ein oderdrei Unterschriften, wollen wir heute nicht sprechen; das istseiner Zeit genügend erörtert worden, und wenn Herr Gampden Bericht nachlesen will, der damals gegeben wurde, wirder das finden. Übrigens ist das eine solche Kleinigkeit; einMann mit einer guten Unterschrift findet immer noch einenoder zwei andere dazu; das macht ihm keine Schwierigkeiten.Wenn aber drei schlechte Unterschriften kommen — schlechterals die der Herren Meyer und Gamp, die der Herr Bank-präsident nicht zurückweisen würde, — aber drei schlechteUnterschriften würden ihn nicht bewegen, Kredit zu geben,Wenn die Leute nichts taugen.
Ich hätte nun gedacht, dass bei allen diesen BeschwerdenHerr Gamp uns wenigstens konkrete Fälle vorlegte, wo, sei esnach dem Grundgesetz der Bank, sei es nach der Administrations-Weise, wirklich ein solches Unrecht geschehen sei, wie er esschildert. Was hat er uns nun erzählt? Einen einzigen Fall!Ob es ein Müller oder Bäcker war, das wusste er selber nichtmehr; kurz, weiss war der Mann, und Teuffei hiess er, wasjedenfalls ein interessanter Gegensatz ist. (Heiterkeit.) MeineHerren, verlangen Sie nun, dass danach die Grundgesetze derBank geändert werden? Ist das eine Auseinandersetzung voneinem Abgeordneten, der hier im Reichstag diese schwer-Wiegende Frage zu einer anderen Auffassung bringen will, dasser einen einzigen Fall bringt, wo noch auf seine Verwendunghin, wie er selbst zugiebt, Remedur geschaffen ist?
Beiläufig gesagt, ich würde das nicht thun an seiner Stelle,ich hielte es für eine üble Praxis, dass gerade die AbgeordnetenZu einer Bank liefen und so eine Art Protektionismus ausübten,wie es in anderen Ländern geschieht, dass jeder Abgeordneteein Patronat von hilfsbedürftigen Leuten, sei es von kleinenHandwerkern, sei es von Landwirten, hinter sich hätte, derenWechsel bei der Bank nicht diskontiert werden, und dass erihnen sagt: lieber Freund, warte, ich gehe zur Reichsbank, derPräsident wird nächstens in der Sitzung zu sprechen haben, undda wird er mir wohl den Gefallen thun und wird mal über-legen, ob er den Wechsel nicht diskontiert. Ich bin weit davon