Aber wenn schon jetzt von allen Seiten solche Zu- Ei,, künstlich--!schüsse verlangt werden, um das Leben auf einem ertrag- ^^"1"°^^lichen Fuß erhalten zu können, wie kann es sich da recht- k-m- W-is,fertigen, daß Klage erhoben wird, weil die Preise durch-gehends zu niedrig, mit anderen Worten das Leben zuwohlfeil sei? Wie kann es gerechtfertigt sein, daß das jetztschon bestehende Uebel noch vermehrt werde, indem diePreise künstlich durch Geldveränderuugen erhöht würden, unddaß die dadurch notwendig werdenden neuen Zuschüsse aber-mals von den Steuerpflichtigen bestritten werden müßten,die auf diese Weise doppelt getroffen würden, weil sie vonihren Geldeinnahmen für sich weniger übrig behielten nndfür dieses Wenigere wegen der Erhöhung der Preise auchnoch weniger anschaffen könnten als früher? Dies alles sindoffenbare, thatsächliche Verhältnisse, welche mit der Klagewegen der Niedrigkeit der Preise im schreiendsten Wider-spruch stehen und darauf hindeuten, daß die Dinge sich nichtso verhalten können, wie sie von den Beschwerdeführern gegendie Goldwährung geschildert werden.
In Wirklichkeit verhält es sich nämlich folgendermaßen. S" Wahrh-i» ab°kEinmal trifft es nicht zu, daß die Preise aller Dingesich in den letzten Jahrzehnten herabgemindert haben. Be- d-hni-s EMze^kanntlich sind vor allem die Preise der persönlichen Leist-^^^^iungen, sowohl die gewöhnlichen Arbeitslöhne als die für c°nswti-ren, Zhöhere Thätigkeiten, zum Teil sehr bedeutend gestiegen.Unter den Klagen der Agrarier spielt gerade die wegenSteigerung der Löhne auf dem Lande bei herabgehendenGetreidepreisen eine hervorragende Rolle, wie in andererForm die Klage wegen des Abflusses der Arbeiter beiderleiGeschlechts vom platten Lande in die Stadt und in dieJndustriegegenden ja gleichbedeutend ist mit einer Klagewegen Steigens der Löhne. Auch die Preise der städtischenGrundstücke uud infolgedessen der Mieten sind bekanntlich
»rxin-rn!reer0-',»'>
tnen.
^