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welche das Gesetz im Münzwesen für allmächtig halten.So viel ist sicher, daß die Brücke, welche unsere Vor-fahren im Germinal deS Jahres XI zwischen Gold undSilber geschlagen hatten, ziemlich harten Proben nach1850 widerstanden hat; aber da zwanzig Jahre später dieseBrücke eingestürzt ist und nur noch die Pfeiler davon übrigsind, so haben heute die Lobreden ihrer Bewunderer keinenanderen Wert mehr als den von Leichenreden.
Und man mache nicht Frankreich oder den lateinischenBund für dieses Ereignis verantwortlich, denn die Thatsachensind vorhanden um dagegen zu protestieren: nicht weilwir die freie Thalerprägung suspendierten, ist das Silbergefallen, sondern weil das Silber gefallen ist, sind wir ge-zwungen worden, eine der beiden Einlaßpforten unsererMünze allmählich vor dem Ansturm der Spekulation zuschließen. Die ersten Maßregeln datieren vom Jahre 1874,und im August des Jahres 1876 ist das Verbot allgemeingeworden. Das Silber notierte eben damals 47 Pcncefür die Unze Standard, was einen Niedergang von dreißigProzent bedeutete. Die vom lateinischen Bunde getroffenenEntscheidungen hinderten nicht, daß der Kurs im Januar1877 wieder auf 58^4 stieg; und erst im Jahre 1885 findetman wieder einen gleichen Niedergang, der dann denjenigenvon 1876 noch übertraf, bis auf die heutigen Kurse, welchenicht einmal mehr 40 Pence erreichen. Daß dieser Preis-sturz znm Teil eine Folge der gesetzlichen Maßregeln ist,welche auf verschiedenen Seiten die Verwendung des Sil-bers als Geld eingeschränkt haben, fällt uns nicht ein zubestreiken. Aber man muß auch hervorheben, daß infolgeeines Zusammentreffens, welches viel weniger providentiellerscheint, als das von Gladstone hervorgehobene, manuns jetzt dieses Metall um so mehr anbietet, je mehr