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werden sollte, denn das erste Vierteljahr von 1893 über-trifft schon das erste Vierteljahr von 1892 um 50 000Unzen. Wir wissen übrigens als unzweifelhaft, daß nochandere Minen eines Tages in demselben Gebiete eröffnetwerden, da der Einspruch, welcher gegenwärtig ihre Aus-beutung verhindert, nicht ewig fortbestehen kann.") Kannman angesichts dieser beständigen und wachsenden Pro-duktion wirklich von einem Mangel sprechen?
Der Mangel, erwidert man, rührt weniger von demNichtVorhandensein des Goldes als von Aechtung desSilbers her. Wir erkennen an, daß eine gute Getreide-ernte morgen nicht hindern würde, daß der Hunger Europa dezimierte, wenn sonst nirgends mehr Korn wüchse. Aberist denn das Silber, das gemünzte Silber verschwunden?Und fährt man nicht fort, sich desselben überall als Tausch-mittel zu bedienen? Selbst wo die Goldwährung alleinfeierlich proklamiert worden ist, hat da vielleicht das Silberaufgehört, seine Dienste zu thun? Seine Befugniß alsGeld ist eingeschränkt, aber es hat noch immer seinen An-teil, seinen großen Anteil an dem gemeinsamen Werke' esgleicht jenen Ministern, welche unter der Einwirkung einerKrisis ihre Entlassung gegeben haben, aber auf höherenBefehl mit der „Führung der Geschäfte" beauftragtbleiben. Nicht nur setzt man das Silber nur in geringemMaße außer Verkehr, sondern die Prägung des weißenGeldes wird beständig, bald hier bald da, fortgesetzt. DieGeneralmünzdirektion von Washington beziffert das Silber,welches von 1332 bis 1891 jährlich in den verschiedenenTeilen der Welt ausgemünzt wurde, folgendermaßen: