Teil eines Werkes 
1 (1931) Von der ältesten Zeit bis auf Kaiser Konstantin
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Antonius und Octavianus

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verbunden (4342) gegen die Senatspartei in Rom und gegenLepidus, Decimus Brutus, M. Brutus, Cassius gekämpft undschließlich auf der ganzen Linie gesiegt hatten.

Antonius verblieb im Osten, wo er zunächst die ProvinzenAsien und Syrien brandschatzte, dann nach Ägypten ging,Kämpfe gegen die Parther und gegen Armenien führte, undendlich sich in Ägypten am Hofe der Kleopatra zügelloserSchwelgerei ergab.

Octavianus begab sich nach Italien und unternahm dort dieden Veteranen versprochenen Ackerverteilungen. Er fand uner-wartete politische und militärische Widerstände, in deren Be-kämpfung er von Antonius zunächst unterstützt wurde.

Im Jahre 37 fand noch einmal eine Zusammenkunft zwi-schen Octavianus und Antonius in Tarent statt.

Octavianus besiegte in jahrelanger politischer und militä-rischer Tätigkeit alle Gegner und rüstete zum Schlußkampfgegen Antonius. Im Jahre 31 ließ er durch Volksbeschluß demAntonius den Oberbefehl entziehen und erklärte der Kleopatraden Krieg.

Antonius und Kleopatra segelten mit einer starken Flottenach Actium (an der Westküste der latinischen Küste, südlichvon Rom). Agrippa, der Flottenführer des Octavianus , bot am2. September 31 dort der gegnerischen Flotte die Schlacht an.Sein Angriff erschütterte und schädigte die feindliche Flotlederart, namentlich durch Inbrandsetzung zahlreicher Schiffe, daßKleopatra mit dem nicht verbrannten Rest ihrer Schiffe entfloh,ehe die Schlacht entschieden war. Das vom Lande her derSchlacht zuschauende Landheer des Antonius ergab sich einigeTage später gleichfalls dem Octavianus.

Octavianus hatte sein Landheer schon vorher nach Epirus übergesetzt. Im Jahre 30 begab er sich dorthin und führte seineLegionen über Syrien nach Ägypten , wo die Truppen des Anto-nius zu ihm übergingen. Als Antonius darauf die (falsche)Nachricht von dem Tode der Kleopatra empfing, nahm er sichdas Leben. Kleopatra , welche an und für sich bereit gewesen