Teil eines Werkes 
1 (1931) Von der ältesten Zeit bis auf Kaiser Konstantin
Entstehung
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258 Baugeschichte der Stadt Rom bis 14 n. Chr.

Die äußere Lage der Regionen ist die, daß Rom in seinerganzen Breite von Osten nach Westen in drei von Norden nachSüden nebeneinander laufende Streifen zerfällt.

Der mittlere Streifen liegt zwischen zwei ziemlich geradeverlaufenden Linien, von denen die eine von der Porta Pinciananach der Porta Ardeatina (südlich von den späteren Caracalla-Thermen), der andere von der Porta Flaminia (Porta del Popolo )nach der Porta Ostiensis (südlich des Aventinus, nahe dem Tiber )verläuft.

Zwischen diesen beiden Linien erstrecken sich (von Nordennach Süden gezählt): die Region VII südlich bis zu den Kaiser-Foren (diese ausgeschlossen) ein lebhafter Tummelplatz des Vol-kes, mit dem Schweinemarkt, mit Gärten und Vergnügungshallen.Dann folgt Region VIII mit dem Kapitol, dem alten Forum undden Kaiser-Foren, sodann folgen Region XI mit dem ForumBoarium und dem Circus Maximus , Region XII mit einem altenöffentlichen Badeteich aus republikanischer Zeit, an dessen Stellespäter die Thermen des Caracalla traten.

Der westlich von diesem ganzen Streifen bis zum Tiberflusseliegende Bereich umfaßt die Regionen IX und XIII, erstere dasMarsfeld, letztere den Aventin und den Monte Testaccio .

Der östlich verbleibende (breiteste) Streifen umfaßt, von Sü-den nach Norden gezählt: Region I mit der Porta Latina und demGrabmal der Scipionen, Region II mit dem Caelius, Region IIImit dem Colosseum, Region IV mit dem Cespius, Region V miteinem großen Gartenkomplex zwischen Porta Caelimontana undder Porta Viminalis, Region VI die östliche Hälfte des MontePincio, den Quirinalis und den Viminalis.

Es muß bemerkt werden, daß wir über die Einzelheiten derOrganisation, welcher die Regionen dienten, weder für die Zeitihrer ersten Einrichtung, noch für später mit befriedigender Ge-nauigkeit unterrichtet sind und daß auch über ihre Begrenzung,ja ihre Namengebung die Nachrichten von einander abweichen,auf welche wir angewiesen sind und welche hauptsächlich aufzwei Verzeichnissen beruhen, von denen das erste, die sog.No-titia zu Constantins Zeit (um etwa 334 v. Chr.), die zweite, das