706 Vom Einbruch der Langobarden bis auf Karl d. Gr.
nion. Aber was in der Zusammenkunft sonst verhandelt wurde,wird nicht erzählt. Es scheint, daß man sich verständigte.“
Im Herbst 711 kehrte Constantin aus dem Orient nach Ita-lien zurück. Als der Papst in Caieta (heute Gaeta ) ausgeschitftwmrde, waren viele römische Geistliche und Große zu seiner Be-grüßung herbeigekommen, welche ihn mit Frohlocken nach Rom führten, wo der Papst nach mehr als einjähriger Abwesenheit un-ter dem Jubel der Bevölkerung am 24. Oktober 711 einzog.
XIV.
Drei Monate nach der Rückkehr des Papstes traf in Rom dieNachricht ein, daß Kaiser Justinian II. durch den von der Krim-bevölkerung aufgestellten Gegenkaiser Philippicus Bardanes ver-drängt, und durch dessen Truppen ermordet worden war. Gleich-zeitig traf der abgehauene Kopf des Justinian in Rom ein, wel-chen Philippicus Bardanes dorthin gesandt hatte, damit er demrömischen Volke gezeigt werde.
Kaiser Bardanes war ein fanatischer Anhänger der oströmi-schen Dogmatik. Eine seiner ersten Regierungshandlungen war,daß er die Beschlüsse des 6. Konzils für nichtig erklärte und dasGemälde, welches dasselbe im kaiserlichen Palast darstellte, vonder Wand abreißen ließ.
Sebald diese Demonstration des neuen Kaisers in Rom ruch-bar wurde, ward im S. Peter ein großes Gemälde hergestellt,rvorauf alle sechs ökumenischen Konzile dargestellt wurden.
Das gesamte römische Volk erhob sich in einem leidenschaft-lichen Aufstand gegen den Kaiser. Es trat wieder als PopulusRomanus auf, und beschloß, dem Kaiser die Anerkennung zuversagen, weder sein Bildnis, noch seine Rescripte anzunehmen,selbst die Solidi mit seinem Gepräge vom Verkehr auszuschließen,und beim Gebet seinen Namen zu verschweigen.
In diesem Zusammenhang erscheint in unseren Geschichts-quellen als typisch feststehender Ausdruck die Bezeichung „Du-cat der römischen Stadt“. Zugleich wird auch der „Dux“ ge-