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(II.) Von der wichtigsten Art der Kirchen in Rom , näm-lich von den Titelkirchen :; '), gibt Gregorovius *) **) folgendeListe:
i. Aemiliana, z. Anastasia, 3. Aquila und Prisca, 4. Bal-bina, 5. Calisto oder S. Maria in Trastevere, 6. Caecilia, 7. Chry-sogonus, 8. Clemens, 9. Cyriacus, 10. Eusebius, 11. Lorenzo inLucina, rz. Lorenzo in Damaso, 13. Marcellus, 14. Marcus,.15. Nereus und Achilleus, 16. Pammachius (Giovanni e Paolo),17. Praxedis , 18. Pudens, 19. Quatuor Coronatorum, 20. Sabina,21. Sylvester und Martinus (Equitius), 22. Sixtus, 23. Susanna,24. Vitalis.
(III.) Was die „Diakonien“ betrifft (von deren Begriff be-reits die Rede war) führt Gregorovius die folgenden an:
*) Von den „Titeln“ im älteren Sinn ist auf Seite 481 dieses Werkesdie Rede gewesen. Die dort wiedergegebene, dem Buche „Rompilger“ (A. deWaal) entnommene Ausführung muß dadurch berichtigt werden, daß derin der drittletzten Zeile beginnende Satz „Es sind dies fast alle heute nochbestehende Titelkirchen Roms “ gestrichen wird.
**) Das Wesen der Titelkirchen wird am besten klargestellt, wenn mansie als die römischen Pfarrkirchen bezeichnet, wenngleich Gregorovius er-klärt: „Sie entsprachen den Diöcesen oder Parochien, und waren die eigent-lichen Pfarrkirchen Roms . Ausgezeichnet vor den späteren Diakonien oderVersorgungsanstalten der Witwen, Waisen und Armen, sowie vor den vielenBethäusern (oratoria, oracula), hatten sie allein das Recht, die Sakramentezu verwalten. Indem sich in ihnen die ursprüngliche Zahl von je einemPresbyter oder Pfarrer auf zwei, drei und mehr vergrößerte, wurde derangesehenste derselben Cardinalis oder Presbyter-Kardinal genannt.“ DeWaal sagt mit praktischer Deutlichkeit: „Jeder Kardinalpriester und Kardi-naldiakon hat eine eigene Titelkirche in Rom (die an der Fassade sein Wap-pen neben dem des Papstes, am Chor sein Porträt gegenüber dem päpst-lichen zeigt); hierin zeigt sich noch heute die ursprüngliche Stellung derKardinäle als Priester und Diakonen der stadtrömischen Kirche.“ Die Listeder Titelkirchen (auch „Titel“, „Titularbasiliken“, „Priesterkirchen“ ge-nannt) hat im Laufe der Jahrhunderte mannigfach gewechselt. — Für dasJahr 499 (Konzil in Rom , Papst Symmachus) haben wir eine zuverlässigeListe von 28 Titelkirchen, für das Jahr 594 eine solche von 23. — Auch derName der Kirchen, ja ihr Platz hat gewechselt. Vgl. Gregorovius Gesch.d. St. Rom Bd. I Buch 2 Kapitel 1. —