Teil eines Werkes 
2 (1933) Von der Zeit des Kaisers Konstantin bis auf die Neuzeit
Entstehung
Seite
1333
Rechtsdrehung 90°Linksdrehung 90° 
  
  
  
  
  
 
Einzelbild herunterladen
 

Von 1528 bis 1534

1333

Kapitel V.

Von 1528 bis 1534.

i.

it den Friedensschlüssen von Barcelona ; 29. Juni 1529,und von Cambrai , 5. August 1529, wurde die welt-gebietende Herrschaft Karls V. dokumentiert.

Stärker aber als durch die Friedensinstrumente,stärker auch als durch die Größe des dem 29 jährigen Habsbur-ger nunmehr unterworfenen Landgebietes (seit 1521 auch Mexiko umfassend), wurde die Macht Karls V. durch den Zusammen-bruch aller bisherigen Verhältnisse der europäischen Staaten-und Länderpolitik, der Dynastien und der Republiken, dergeistlichen wie der weltlichen Gewalten, der Städte und derBünde .

„Die feudalen wie die städtischen Autonomien stürztendahin. Es ist, als hätte damals eine einzige Hand die Brand-fackel der Vernichtung in diese herrlichen Städte geschleudert,deren Zeit vorüber war. Das furchtbare Schicksal Roms, dasnicht minder gräßliche Mailands, anderer wie Lodi, Pavia , Cre-mona, Genua, Neapel nicht zu gedenken, hatte dies gezeigt.“(Gregorovius.)

Am 4. Dezember 1529 schrieb Guicciardini aus Bologna anseinen Bruder: „Sono fati delle Cittä.“

Am 12. August 1529 landete Karl V. mit glänzendem spa-nischen Gefolge in Genua .

Karl konzentrierte mit diesem Schritt all seine Macht aufItalien . Er setzte große Regierungsangelegenheiten, darunterdie Reformation in Deutschland und die Belagerung Wiensdurch die Türken, zurück hinter das italienische Problem. Erwar nach Genua gekommen, um in Bologna den Papst zu treffen,