Teil eines Werkes 
Bd. 1, Abth. 2 (1868) enthaltend die Lehre von der Waare
Entstehung
Seite
527
Einzelbild herunterladen
 

§. 60. Uebersicht.

527

ungs- bez. Erwerbsbefugniß auf den Staat oder dessen Beauftragte °)beeinträchtigt die Waarcnqualität nicht.

Immobilien, selbst wenn sie Gegenstand einer Umsatzvermittclungsind, gelten handelsrechtlich nicht als Waaren: die Regeln des Han-delsrechts beziehen sich nur auf bewegliche Güter«). Schiffe geltenauch rechtlich als bewegliche Sachen und können Waaren fein')allein sie sind gleichsam die Immobilien des Handels, und darummanchen Grundsätzen des Jmmobiliarrechts unterworfen»).

5) Z. B. vielfach Taback, Schießpulver, Spielkarlen. S. oben §. 44 Not. 12.

6) Oben Z. 41. S. 310312, und die Abgrenzung der Mobilicn von denImmobilien §. 59.

7> A. L.N. II 3. Z. 1396. Loile civil 531. vriloniuince <Ie In msrine liv, IIM. 10 art I, voäe äs com, sit, 190. Holl. H.G.B. Art. 309. Portug.H.G.B. Art. 1287.

8)Schwimmende Gebäude". So insbesondere die Seeschiffe, weniger allgc-gemein die Schisse auf Binnengewässern und selbst die Küstenfahrer. S.Hamb. Stadtr. v. 1270 I. 13; von 1292 V. 9; von 1497 H. 8 (Lappenberg)Lüb. R. II. 135. 147. III, 72. 82. 254. (Hach) Wisby 'scheö Sccrecht Art.XII (Schlyter p. 192). A. L.R. I. 20 Z. 300. II. 8 §. 1407 fs. II, V. v 4. März1834 §. 1 Nr. 3. Orilonnsnce cle Is msiine liv. II tit. 10 ->rt. 2. 3. unddazu Vslin I>. I., Voile öe com. srt. 190-214. Holl. H.G.B. Art. 309319. Spau. H.G.B. Art. 586. 587. 596602. 608. Portug. H.G.B.Art. 1287. 1290. 1293 ff. S. krsvsrü-V exrisi-es, msimel lle uroitcommercigl. liv. II cl>. 1. 2. i6. eS. p. 342'ff), v. Kaltenborn, Grund-sätze des prakt. Europ. Seerechtö I. §. 41. 48. Koch, Preusz. Privatr. I.8. 86. 419. Baumeister, Hamb. Privatr, I S. 99. 100.

Die Consequenzen dieser Ausfassung sind am schärfsten im DeutschenHandelsgesetzbuch, den zu demselben erlassenen Eiuführungsgesctzen undJnstructionen gezogen:

1) Die Schiffe werden denWaaren" entgegengestellt: H.G.B. Art. 67.

2) Sie haben, wie Grundstücke, einen festen Standort, ein Onasidomicil,nämlich den Heimathshafen oder Registcrhafcn, welcher Mittelpunktder Geschäftsführung des Nheders als solchen bildet Darauf gründen sichzahlreiche NcchtSsätze: H G.B. Art. 435. 448. 455. 469. 475. 495. 496.503. 520. 521. 523. 548. Prcuß. E.G. Art. 53 §. 3. Hamb. §. 4V. LübeckArt. 17. Hannovcrsch. tz. 32. 33. Brem. §. 40. Oldenburg , Art, 27. 28.

3) Es wird über die zur Führung der Landeöflaggc berechtigten Schissein dem Heimathshafen ein dem Grund- und Hypothekenbuch nachgebildetesSchiffsregister geführt. Jedes Schiff hat im Register sein besonderesFolium, welches angibt: -») alle Thatsachen , die das Recht des Schiffesauf die Landesflagge begründen; l>) alle Thatsachen, welche zur Feststellung

34*