Teil eines Werkes 
Bd. 1, Abth. 2 (1868) enthaltend die Lehre von der Waare
Entstehung
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565
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Absch». I, Die Sachen. Eap. I. ^igenschasle». 63. Die Quantität.

Jedes Maß sott im Princip eine genau bekannte, unbegrenzt«heilbare und unveränderliche Größe sein. Es wird daher, zumalvom Handelsstande, möglichste Einfachheit, Genauigkeit nnd Allgemein-gültigkeit der Maße, ein internationales'') Maß- und Gewichtösystcmerstrebt. Zur Zeit ist jedoch weder überall der erreichbare Gradvon Einfachheit und Genauigkeit^), noch gar die wünschenswcrtheinternationale Gleichheit erreicht. Vielmehr bestehen selbst innerhalbDeutschlands"), ja mitunter sogar innerhalb der Deutschen Einzel-

Art. 336. 392 Z. 1. (Der AusdruckMenge" umfaßt auch das Gewicht.Prot. S. 467t!). Art. 41 I Z, I. Art. -126. 621. 645 Z. 7. Art. 657.653, UeberMaß- und GrwichtSgütcr" mit Hinsicht auf den Fracht-vertrag s. Boigt, N. Archiv f. Haudelör. II. S. 270 sf. Noback,Handclöwisscnschaft S. 420. 421. 376.

2) So schon im Alterthum. Das System künstlicher Maße und Gewichte istvom Orient nach Griechenland , von dort nach Rom übergegangen. Bran-dts, das Münz-, Maß' n»o GcwichlSsvftem in Vorderasicn bis ansAlexander den Großen. Berlin 1866. Hultsch, Griechische uud RömischeMetrologie. Berlin 1362. Zur Zeit hat die meiste Aussicht auf inlrr-»alionale Geltung das französische metrische System mit decimaler Ein-ihcilung; die Grundeinheit, der Meter, d h. der zehnmillionste Theil desnördlichen Erdauadrantcn, bestimmt sämmtliche Längen-, Körper-, Flächen-,und Schwcrmaßc. Anch England geht zu demselben über. Zeitschr. f.Haudelör. IX. S. 418. Nau, BoltswirthschaftSpol II. §.230.231.Schäffle, Nationalökonomie 2. Aufl. §. 53. 59.

Z) So wird überall von den natürlichen zu den genaueren künstlichen Maßen,auch, wo angänglich, von Körpermaß zu Gewicht übergegangen, z. B.sür Getreide, Kohlen. Engl . Gesetz v. 9. September 1835 s. 7. 8. 9.Brem.V. v. 21. Mai 1660. (Brem. Handelsarchiv II. S. 410). Zeitschr.für Haudelör. II. S. 199. V. S. 123. VIII. S. 576. Im Frachtverkehrwird die Quantität wohl auch nach Maß und Gewicht bestimmt, z. B.sür Getreide, wo die ClausclMaß für Gewicht und Gewicht für Maß"häufig. Noback, Haudelswissenschaft S. 396. 399.

4) Genaue Uebersicht bei F. Noback, Allgemeines Börsen- und Comptoir-Buch. Bd. III. Maße, Gewichte. Leipzig 1862. Einignngsvcrsuchc:oben S. 165 und Zeitschr. für Haudclsr. V. S. 183. Das metrische Ge-wichtssystcm, nämlich der Zollcentuer 50 Kilogramm'zu 100 Pfnnd, giltbereits für alle Teutschen Staaten im Zoll-, Post-, Eisenbahn- uud Münz-wesen. DerEntwurfeincrDcutschcnMaß- uud Gewichlsordnnug", »ach denBeschlüssen der von der Teutschen Bundesversammlung eingesetzten Com-mission ist wesentlich dem französischen System gefolgt: Zeitschrift sür Hau-delsr. X. S. 121-124.