Teil eines Werkes 
Bd. 1, Abth. 2 (1868) enthaltend die Lehre von der Waare
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Drittes Buch. Die Waare.

heutigem Recht der Preis auf billige Schätzung oder in das vil-lige Ermessen eines der Pacisccnten gestellt werden^), denn damitist nichts anderes gesagt, als daß zu billigem, sohiu erforderlichen-falls durch den Nichter zu arbitrirendem Preise, contrahirt sei, nurdaß hier die Prcissetzung, d. i. der Preisvorschlag, und zwar ohneBefugniß der nachträglichen Aenderung, dem einen Contrahenten zu-kommt, wie diesen auch die Beweislast der Angemessenheit des ge-forderten (Gläubiger) bez. gebotenen (Schuldner) Preises trifft °°).

von Simon und Strampss III. S, 232) — an welches Urtheil sich diePrenszische Lileratur zu enge anzuschließen Pflegt, z.B. C. F. Koch, Com-mentar zu A.L.R. I. I I §. 52, Preuß. Privatr.1l. H 674, R. der Forder.

III. S. 742; O.T. zu Berlin (Zeilschr. s. Handelsr. IX. S. 139, Stricthorsl'sArchiv Bd. 60 S, 3 sf., Gruchot IX. S. 2V61; O.A.G. zu Dresden«.Senfs. II. 284, s. auch II. 177. XII. 283. XVI. 41. Zeitschr. s. Handelsr.

IV. S. 398. 399); O.A.G. zu Jena (Seufs. IV. 216. 217. IX. 339);O.A G. zu Darmstadt (Seufs. IX. 214,. Urtheile Nassauischer Gerichte(Nassauisches Archiv V. S. 236 — 239) Hierauf kommt auch wesentlichhinaus das H.A.G. zu Nürnberg (Samml. handelöger Enlsch. I. S. 366 ff.,vgl. I. S. 184 ff. 464 ff.). S. auch, obwohl mitunter zu enge, Busch'sArchiv IV. S. 170 sf. V. S ö16. VIII. S. 498 ff. Centralorgan N. F. I.S. 263. II. S. 374. Gruchot's Beiträge IX. S. 291 ff. — Selbstver-ständlich gilt dieser Grundsatz überall, wo der folgende (Not. 65) anerkanntist, z. B. nach Sachs. Recht - s. auch Motive zum Bayer. Entw Th. II.S. 63. — Die Klage ist solchenfalls nicht auf den bedungenen,eventuell auf den üblichen oder angemessenen Preis zu rich-ten, sondern nur auf den bedungenen (in fester Summe oderüblichen» Preis, denn ohne solchen besteht freilich kein Kaufvertrag, aberüberhaupt kein Vertrag.

66> Ob auch nach Rom. R. ist streitig, f. Glück XVI. S. 81 ff., c->5sr«xis>Iisc. 34 «r. 9 — 17, v. Keller, Paudeklcn S. 609 — richtiger aber,nach den unzwcidcutigeu Stellen Not. 60 zu verneinen. Für das heut.Recht f. O.A.G. zu Lübeck (Zeitschr. s. Handelsr. IX. S. 183. 139), auchZeitschr. IV. S. 405, Strielhorst'S Archiv Bd. 20 S. 173 ff., Brinck-mann §. 69 Not. 11, Endemann §. 107 Not. 6 ff. Sachs. Gcsetzb.§. 802. 820. Bayr. Entw. Th. II. Art. 277. 29 und Motive S. 63.Anderer Ansicht scheint auch für das heutige Recht: Thöl §. 64 Not. 7,s. Gab I. S. 206. 207, O. Wächter, Handelsr. S. 218.

66) Sachs. Gesetzb. §. 803. Bayr. Entw. Th. II. Art. 32. Fakturirter Preis:Zeitschr. f. Handelör. II. S. 336. Der letzte Satz wird mehrfach bcstrittcn,z. V. von Thon a. a. O. und in mehreren der Not. 61 genannten Ur-theile. Allein der Vertrag geht sicherlich nicht dahin: ich will gewähren,was Du forderst (bez. nehmen, was Du bietest), behalte mir aber An-