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Man überschüttete ihn mit Yerbal-Injurien und machteMiene, zu Keal-Beleidigungen überzugehen. Da erhobHerr Wolf Paradies seine Rockschösse und entfloh. Er liefdurch den langen Saal der Fonds-Börse und durch denlangen Saal der Waaren- Börse in das Kündigungs-zimmer der letzteren, und rettete sich hier vor denWuth schnaubenden Verfolgern, welche die „Stücke“,mit denen man sie bei „Dannenberger“ „betheiligt“hatte, um jeden Preis wieder los werden wollten.
DerDannenberger’sche, oder richtiger, Liebermann’scheKattun, der in der Wäsche arg einlief und keine Spurvon Farbe hielt, kostete der Preussischen Boden-Credit-Actien-Bank Ruf und Ansehen; und damit ver-lor sie auch jeden sittlichen Halt. Sie übertrug dasganze Sünden-Register und wälzte alle Verluste aufdie Preussische Credit-Anstalt; sie wurde zu einerwahren Rabenmutter und trennte sich mit einem ge-waltigen Schnitte von der Tochter, die seitdem ohneKopf und ohne Hände, ein ungestalteter blutiger Rumpf,in einem dunkeln Winkel der Börse liegt. HerrSch weder zog sich, nicht ganz freiwillig, in’s Privat-leben zurück, und ihm blieb der Trost einer-
Million, die er, vorher ein armer Commis, in zwei bisdrei Jahren verdient hatte. Mit seinem Rückzuge
Glagau, Der Börsenßchwindel. o