84
einen „nicht subscribirten Kest“ F. Wöhlert’sclierMaschinenbau-Actien von 750,000 Thaler nachträg-lich olferirte und freundlichst zu „Nachanmeldungen“einlud. Obgleich man sich mitten in der Schwindel-periode befand, machte diese Gründung, eingeleitet vonHermann Geher, und dargeboten von den HerrenKarl Goppel, Karl Braun-Wiesbaden , Stadt-rath Pohle, Geheimen Commerzienrath F. W. Krause,bald hernach geadelt, und Gustav Markwald,Schwiegervater des genialen Directors Schweder •—doch ein rauschendes Fiasko.
Das Actiencapital betrug die Kleinigkeit von 3V 4Million Thaler, und gewisse Vorgänge hinter den Cou-lissen waren ruchbar geworden. Als das „erste Ge-schäftsjahr“ zu Ende ging, erschien in „Saling’sBörsenblatt“ ein „Eingesandt“, welches constatirte, dassdie Gesellschaft, die im „Prospect“ 120 Locomotivenalljährlich versprochen, wirklich geliefert habe 40, undüberhaupt fertig stellen könne höchstens 50. Auchwurde bemerkt, „dass die Verwaltung einen rechtstarken Frost und Schneefall herbeisehne“, weil danndie Aufnahme der Inventur über das im Freien herum-liegende Material unmöglich sei. Diesem „Eingesandt“ist nirgends widersprochen; wol aber erzählte man sich