Gesellschafter. Herr Plessner war auf die Einanzleute,welche ihm die Actien versilbern, gar nicht gut zusprechen; aber er sah keine Möglichkeit, sich vonihnen zu emancipiren — es wäre denn die Ausgabeder Actien unter Pari (100); was das Gesetz bekannt-lich verbietet. Selbstverständlich hielt er die „General-Entreprise“ für unentbehrlich, und er hielt sie auch fürpraktisch und vortrefflich. Nach seiner Ansicht hauendie Privatgesellschaften billiger als der Staat, wennauch etwas einfacher und dürftiger; aber darum nichtviel unsolider.-
Nach dem „Krach“ fing Herr Plessner an, sichfast überall und immer zu „verrechnen“. Er verrech-nete sich bei Erfurt-Hof-Eger, bei Oels-Gnesen , Alten-burg-Zeitz und bei vielen anderen Bahnen. Die anZahlungsstatt übernommenen Actien sanken fortwäh-rend im Course und waren zum Theil gar nicht mehrzu versilbern. Ein Vertrag nach dem andern musstemit schmerzlichen Opfern gelöst werden; grosse PostenActien mussten zurückgeliefert und hohe Cautionenim Stich gelassen werden. Die Jahre des Börsen-und Gründungsschwindels hatten die „General-Entre-prise“ gross gezogen wie den Kürbis des ProphetenJona — wir beziehen, wenn wir von der Börse spre-