Eingabe seiner Mutter zwar einen vorübergehenden Aufenthaltin Mainz , aber nur unter der Bedingung, dass er sich währenddes dortigen Aufenthalts jeder politischen Thätigkeit enthalte.Bamberger lehnte es jedoch ab, von dieser Erlaubnis Gebrauchzu machen. Dagegen verbrachte er im Sommer 1863 einigeZeit in Baden-Baden , nachdem er sich vergewissert hatte, dassvon der badischen Regierung nichts zu fürchten war. Von dortmachte er eine förmliche Rundreise durch Deutschland bis nachBerlin . Bald darauf führte ihn eine geschäftliche Angelegenheitabermals für kurze Zeit nach der preussischen Hauptstadt. Dielebhafte politische und wirtschaftliche Bewegung jener Zeit, derpreussische Verfassungskonflikt, die Freihandels- und Gewerbe-freiheitsbestrebungen, ferner die Anknüpfung persönlicher Be-ziehungen zu den führenden liberalen Politikern verstärktenden Wunsch nach einer endgiltigen Rückkehr.
Aber noch war die Zeit dafür nicht gekommen.
In geschäftlicher Beziehung war Bamberger inzwischen zuden grössten Aufgaben herangereift. Damals, im Jahre 1864,nahm ihn vor allem die Gründung eines grossen Bankinstituts,der Banque des Pay-Bas, in Anspruch. Der Hauptsitz sollteAmsterdam sein, und die Bank sollte in gewisser Beziehung dieFortsetzung des früheren privaten Etablissements der FirmaBischoffsheim darstellen. Der Hauptzweck der Gründung warjedoch, vermittelst einer Sukkursale in Paris Fuss zu fassen,ohne von der französischen Genehmigung abhängig zu sein.
Der Gedanke war aus der Initiative von Bambergers OnkelBischoffsheim hervorgegangen, aber die Hauptarbeit der Organisa-tion fiel Bamberger zu.
Später verschmolz sich die Banque des Pays-Bas mit einemandern Institut, der bisherigen Banque de Paris ; sie führte vonnun an den Namen „Banque de Paris et des Pays-Bas", unterwelchem sie noch heute als eine der ersten französischen Bankenexistiert.