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Ausgewählte Reden und Aufsätze über Geld- und Bankwesen / von Ludwig Bamberger. Im Auftr. ... hrsg. von Karl Helfferich
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Seite
180
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so könnte man diese Frage auch als ein Kapitel aus der Zukunfts-musik behandeln und in einem gewissen Parallelismus entwickeln,wie die Ohren der späten Nachwelt noch mit Wonne denTönen der Zauberflöte und der Louisd'ors lauschen werden,wenn die Verächter des Goldes und die der Melodie im grossenKyffhäuser der allversöhnenden Vergessenheit längst werdenentschlafen sein.

Hier wäre wohl die Stelle, auch noch etwas von der Scheide-münze und ihrer Zukunft zu sagen, aber ich glaube, es ist viel-mehr die Stelle gekommen, sich der Scheidestunde zu erinnern.So bleibe dem Leser diese Heimsuchung für diesmal erspart.Es ist ein undankbares Ding mit dem theoretischen Analysiereneines Gegenstandes, der in Natura so mächtig ist. Die ihnbesitzen, verachten die Kunst ihn zu zergliedern, und die ihnentbehren, würden es als eine Ironie betrachten, sich mit dieserKunst zu beschäftigen. Und doch ist es von grösstem Nutzenund von grösstem Interesse, die Sache näher kennen zu lernen,um welche sich so viel des Lebens und Sterbens dreht.

Ein jeder lebts,

Nicht jedem ist's bekannt.