und für welches ich Ihnen diesmal ganz ausserordentlich dank-bar sein würde.
Ich habe diesen Antrag nicht so sehr im Interesse derganzen Nation als gerade, wie der Herr Korreferent bereits ge-sagt hat, im vorzüglichsten Interesse Süddeutschlands gestellt.Niemand ist so sehr dabei beteiligt, dass diese Münzreform nichtzu stände kommt, ohne dass Süddeutschland gehört werde, alsgerade wir Süddeutschen. Denn ich sage, wir Süddeutschen —nicht diese Fraktion allein (nach der äussersten Rechten ge-wendet) repräsentiert Süddeutschland und sie repräsentiert nurden kleinsten Teil seiner Gesinnung. (Oho!)
Meine Herren! Von den vier Kardinalpunkten, die bei derMünzfrage zur Sprache kommen, will ich zur Vereinfachungzwei sofort beseitigen, und dazu rechne ich gerade den, auf dender Herr Abgeordnete aus Württemberg sich gestützt hat, näm-lich den der internationalen Verhältnisse. Meine Herren, werzuviel umfassen will, der packt gar nichts. Aus diesem Grundewürden wir heut unsere Aufgabe ad calendas graecas vor-schieben, wenn wir unseren Beschluss auf eine Weltmünze richtenwollten. Ich bezweifle zwar nicht, dass der Herr Abgeordneteaus Württemberg nicht die Absicht hat mit der Aufstellung derinternationalen Aufgabe unsere Aufgabe hier in Deutschland unsunmöglich zu machen. Aber ich bezweifle auch nicht, dassviele unserer Landsleute, namentlich in seinem engeren Vater-lande die Sache so auffassen würden, dass damit ein will-kommenes Mittel gegeben wäre, überhaupt dem Zollparlamentund dem Norddeutschen Bund die Lösung einer ausserordentlichwichtigen Aufgabe für immer unmöglich zu machen. Die inter-nationale Lösung hat im Verlauf von drei Jahren, seitdem dieMünzkonferenz im Jahre 1867 stattgefunden hat, entschieden anBoden verloren. Ich scheue mich nicht, dies zu sagen, obwohlich ja, wie jeder von Ihnen, damit einverstanden bin, dass sieausserordentlich wünschenswert wäre. Die Hoffnung, die manauf England gesetzt hatte, die Hoffnung, die man auf Amerika gesetzt hatte, hat sich nicht in dem Grade bewährt, wieman anfänglich dachte; und wir können in dieser Beziehungnichts weiter thun, als was der Abgeordnete zur Pariser Münz-konferenz, Herr Meinecke, der Preussen dort vertrat, damals er-klärte: machen wir nur ein einiges deutsches Münzsystem,