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und einstweilen selbst Münzbillete auszugeben, wie seiner Zeitin Holland geschah (gegen eine Deposition des betreffendenÄquivalents in Gold )? Es würde dadurch ihm eine zwar jetztnicht notwendig erscheinende, aber künftig doch vielleicht sichempfehlende Massregel fakultativ gegeben sein, und mit einemWorte, wenn ich auch nicht glaube, dass er sofort in der Lagesein wird, Private zur Münzprägung zuzulassen, da wir auf alleFälle dem Staate das Vorrecht lassen wollen, so kann es aufkeinen Fall schaden, wenn das, was er für die Dauer ohneZweifel für richtig erklärt, schon jetzt in das Gesetz eingefügtwird. Es wird sich, je nachdem wir uns über diesen Punktverständigen, eine Konsequenz daran schliessen in Bezug aufdie Verpflichtung, abgeschliffene Münze einzuziehen; ich glaubeaber für heute mich dessen noch entschlagen zu können, dieseKonsequenz zu ziehen, um Ihre Geduld nicht länger in An-spruch nehmen zu müssen. Ich bin damit einverstanden, dassdas Reich nicht bloss auf sämtlichen Münzstätten, die sich an-bieten, das Gold ausprägen lasse, sondern den Münzstättengegenüber einen Zwang ausübe, um sie zur Goldmünzenaus-prägung anzuhalten, und dass die Gestattung eines Schlag-schatzes, welche nur in umschreibenden Worten in unsererVorlage angedeutet ist, förmlich ausgesprochen werde, so dasser nicht bloss für die Münzstätten, sondern auch für Privateimmerwährend massgebend sei.
Was nun die Form der Ausprägung betrifft, ob je nachder Münze, in welcher geprägt wird, das Haupt des Landes-herren auf derselben sich befinden soll oder das Haupt desKaisers, so ist das .ein Punkt, bezüglich dessen ich lieber einemanderen Redner seine Meinung vorzubringen überlasse. Es magvielleicht nicht die schlechtestberechtigte aller berechtigtenEigentümlichkeiten sein, dass die Fürsten ihre Köpfe behaltenwollen (Heiterkeit), ich meine, insofern sie auf den Münzenstehen; es wird aber das deutsche Volk Wert darauf legenund sich freuen, das Bild des die Einheit repräsentierendenKaisers auf seinen Münzen zu sehen. Wie dem sei, so glaubeich, es wird an dieser Frage die Vorlage keineswegs zu Fallekommen. Meine Herren, es bleibt also als wirkliches Kampf-feld für unsere Vorlage, wenn ich die Empfindung dieser Ver-