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in eine Praxis hineingekommen, welche uns einigermassen aufdas vorbereitet hätte, was wir noch jetzt in einem grösserenStile zu thun gesonnen sind. Ich weiss nicht, warum es nichtgeschehen ist, ich hoffe aber, dass man in Zukunft auch aufdiese Seite der Sache Bezug nehmen wird, denn wenn wir unsschliesslich auch dadurch auf dem Silbermarkt in London Kon-kurrenz machen, so müssen doch in Zukunft alle Wege betretenwerden, die einigermassen zur Erleichterung führen können.Zum Beweis, dass man Silber los werden kann, wenn man will:sind doch unsere Hamburger Mitbürger in den Stan d gekommen,einen sehr namhaften Silbervorrat von circa 50 Millionen Ham-burger Mark (die Mark gleich einem halben Thaler) allmählich soloszuwerden, dass sie jetzt auf einen kleinen Bestand reduziert sind;vielleicht haben wir ihn wiederbekommen infolge der franzö-sischen Kriegsentschädigung; das hindert aber nichts, es be-weist, dass derjenige, der Silber verkaufen will, zur Not immereinen Markt findet, der ihn um ebensoviel erleichtert, als erauf der anderen Seite durch neue Zufuhr erhält. Ich fürchteumsomehr, dass uns ein gewisser Stillstand schädigen könnte,als die anderen Länder, von denen ich vorhin gesprochen habe,sich ja — gerade durch unser Beispiel bestimmt — rüsten, umuns auf dem Markte durch Silberverkauf Konkurrenz zu machen.Holland und die skandinavischen Länder werden auch Silberabgeben müssen, und wenn wir zu sehr die Hände in dieTasche stecken, so werden sie uns das Ziel ablaufen, das wirjetzt dadurch, dass wir schlagfertig sind, vor ihnen erreichen können.
Ich möchte also, dass wir möglichst energisch versichertwerden, dass diese Seite unserer Operationen mit aller nur denk-baren Energie und Vielseitigkeit in Zukunft durchgeführt wird.
Es bleibt nun noch ein dritter Punkt, der sich auch einerraschen Durchführung unserer Aufgabe mechanisch einiger-massen in den Weg stellt. Das ist die Prägearbeit. Wirwerden ganz enorme Massen von Münzen zu prägen haben undauch das geht nicht mit dem Zauberstabe. Allein auch hierglaube ich, würde mit einem planmässigen Vorgehen unswenigstens eine gewisse Beruhigung gegeben werden können,und die planmässige Vorzeichnung der Zukunft in dem Gebiete,das wir wenigstens mit den Augen beherrschen können, dasnicht vom x des Weltmarktes abhängt, die Grenzen der Mög-