wären wir Deutschen als die einzig grosse Nation Europas , beiwelcher Silber und Gold als Barzahlung nebeneinander gegoltenhätten, mit ersterem überschwemmt worden. Zu der Pertur-bation, die wir durch die rasche Einkassierung der fünf Milliardenselbst uns bereiteten, wäre eine noch viel stärkere gekommendurch die Entwertung unserer metallischen Valuta. Es ist einzweifaches Glück, dass wir uns rechtzeitig zum Golde ent-schlossen haben. Nicht bloss die Zukunft, sondern auch diejüngste Vergangenheit und die Gegenwart standen dabei aufdem Spiel.
Haben wir dadurch den Anstoss gegeben, dass einigeandere kleinere Staaten denselben Weg einschlugen, so wirddas der Welt im grossen und ganzen nur zum Heil gereichen.Die anderen zahlungsfähigen Grossstaaten werden, wenn sieüber kurz oder lang sich entschliessen müssen, diesem Beispielzu folgen, im gleichen Sinne sich nützlich erweisen.
Schon heute ist Silber nicht mehr im vollen Sinne desWortes das Münzmetall der herrschenden Nationen. Wärediese Suspendierung nicht eingetreten, die Welt hätte schonheute zu viel Münzmaterial, das Geld wäre noch mehr imPreise gesunken, die Preise der meisten Artikel wären starkhinaufgegangen. Allgemeine Verwirrung wäre die Folge ge-wesen. Die enormen Entdeckungen von Bergwerken undoffenen Lagern, die Gold und Silber spenden, sind nur dadurchin ihren störenden Wirkungen paralysiert worden, dass dasSilber teilweise für Münzzwecke unbrauchbar gemacht wurde.Bei dieser Unbrauchbarmachung mitgewirkt, ja eigentlich denAnstoss dazu gegeben zu haben, gereicht Deutschland zugrossem Verdienst. Selbst wenn es wahr wäre, dass es dadurchauch wesentlich zur Wertverminderung des Silbers beigetragen,würde es keine Ursache haben, sich schuldbewusst zu fühlen.
III.
Kaum fünfundzwanzig Jahre sind vergangen, seitdem dieWelt der Geschäfte in Schrecken gesetzt wurde durch denRuf, dass ihr eine Überschwemmung mit Gold drohe. Durchein merkwürdiges Zusammentreffen waren um die Mitte des