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Am folgenden Tage schreibt der Herzog an Canning selbst:
Berlin , den ig. Februar 1826.
Mein lieber Herr Canning!
Ich habe Huskissons Denkschrift über den Geldum-lauf gelesen. Ich fürchte, es wird sehr schwer sein,das einzuführen, was er vorschlägt. Die Bergwerksspe-kulationen und die Anwendung von Maschinen in denBergwerken von Mexiko müssen die Quantität desSilbers um ebenso viel (nicht bloss auf dem Edelmetall-markt von England) und in solcher Weise steigern, dassdie Differenz zwischen dem Wert von Gold und vonSilber sehr beträchtlich und wahrscheinlich sehr un-regelmässig zunehmen wird, dergestalt, dass Silber seineEigenschaft, das Mass für den Wert anderer Waren zuwerden, verlöre.
Wenn dies nach Annahme der vorgeschlagenen Mass-I? regel einträte, würden die geplanten Münzscheine mit
Verlust umlaufen, was ein höchst misslicher Erfolg wäre.Wir müssen an unserer Massregel in Beziehung auf dieEin- oder Zweipfundnote festhalten und müssen sieeventuell und zu rechter Zeit auch zuerst auf Irland und dann auf Schottland ausdehnen, aber wir dürfenuns dabei nicht übereilen, und ich hoffe, dass jede zurErleichterung unserer Umlaufsmittel ergriffene Mass-regel vorher wohl überlegt und dann mit Geduld durch-geführt wird.
Wellington.
Am 3. März setzt Peel seinen eingehenden Bericht überden Stand der wirtschaftlichen Angelegenheiten an den in-zwischen von Berlin nach Petersburg weiter gereisten Feld-marschall fort. Zunächst berichtet er ihm über die Unterhaus-verhandlungen und die von Huskisson beantragte Erleichterungfür die Seidenfabriken und dann über die grosse Frage der aus-zugebenden Schatzscheine. Wie sehr Wellington als ein kost-barer Ratgeber in diesen wirtschaftlichen Fragen von seinenKollegen angesehen wurde, erhellt aus dem Schluss des Briefes,