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19z. Dieses Verlangen bringt zu wege/daß GOtt sich immer mehr und mehr mit demMenschen vereiniget / nnd diesen dritten Theil an-feuret/ daß er kräfftig wird/ und über die böseDreyheit herrschet/ auch solchergestalt cm neuerMensch wird.
ili. 194. Dieser neue / übernatürliche/geist-liche Mensch istvon dem alten/natürlichcn/flcisch-lichen oder seelischen Menschen/ abermahlseine^t^/gantz andere Art. a.) Weil er ein gantz entgegen96- gesetztes und streitendes thatiges ?rincipmmhat.
i'K. 195. Diestr in dem MenschlichenHertzen herrschende Geist GOttes aber ist eben-falls eineDreyheit in der Einheit/GOtt/Ehristus unddcrHeiligeGeist/ oder derGeist Verwahrenmenschlichen Liebe / der Geist der Sanfftmuthund Demuth / und der Geist der Reinigkeit/Keuschheit und Nüchternheit: Weßwegen dieseDreyheit auch in der Schlifft der bösen Drey-heit entgegen gesetzet wird / nemlich GOtt unddie Welt/ CHristus und Belial / Geist undFleisch: Und in Empfindung dieser Göttlichen
Dreyheit undEinheit in dem mensthtichenHcrtzenbestehet des Menschen seine wahreGlückseeligkeit.
END E.
-») Komo re^enilU! Sc irre^Snirus i^ecie ciiKerunc.
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