Teil eines Werkes 
Theil 1 (1777)
Seite
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128 Aue. Wiese. Fluhr»

Bergen , und in den Auen fließen. Imgleichen von ge-wässerten und fruchtbaren Feldern. Ps. 65, v. 14. DieAuen stehen dicke mit Korn.

Weil min in den wasserichen, oder mit Bachen undFlüssen durchströmten Gegenden, gemeiniglich guteWeide für das Vjeh zu feyn pfleget^ so hat man dasWort Aue/ besonders in der Bedeutung eines gutenWeidelandes genommen» So erkläret es auch Frischim Wörterd. Ein Feld wo gute weide ist, Om.PU!> j>alcuu5. Und in dieser Bedeutung kommt es auchoft in der Bibel vor. Z. V. 2 Chron. 26, v. io. Usiahatte viel Viehes, beide in den Auen, und aufdenEbe.nen. Hes. d. iz. 14. Ich will sie weiden in allenAuen und auf allen Angern des Landes. Ies. zo,v.2z.Dein Vieh wird sich zu der Zeit weiden in einer weitenAue.

Wiese nennet man einsumpfigtes, oder nasses Landdessen Gruß zu Heu getrocknet wird, (krumm) Flur istein Bezirk Landes, welcher zu einer Stadt oder Dorfge»höret. (OillrilIuz, territoiium).

Die Hirten weiden das Vieh auf den Auen, daherstehet Ps. 2z, 2. Et weidet mich auf grüner Auen.

Auf den wiesen wird das Gras gemähet, daherkommt das Wort Wiesenmahr. Er hat so viel anwiesemnahr, das ist, so viel an Wiesen, welche zumHeumachen gcmahet werden.

wicsebmun, ist der Baum, welcher aufden Wieisen, über ein aufgeladenes Fuder Heu gebunden wird,damit es vester liege, Und nichts herab fallen könne. Mantreibt das Vieh auf die Wiesen, nur im Anfang, ehedas Gras recht wachset, und hernach, wenn sie schon ge-mähet sind, damit das kurze Gras, welches im Herbstenoch wachset, abgefressen werde, aber den Sommer überwerden die wiesen zum Heumachen geschonet.