Druckschrift 
Die Wol-eingerichtete Buchdruckerey : mit hundert und ein und zwanzig Teutsch- Lateinisch- Griechisch- und Hebräischen Schrifften, vieler fremden Sprachen Alphabeten, musicalischen Noten, Calender-Zeichen, und Medicinischen Characteren, Jngleichen allen üblichen Formaten bestellet, und mit accurater Abbildung der Erfinder der löblichen Kunst, nebst einer summarischen Nachricht von den Buchdruckern in Nürnberg ausgezieret ; Am Ende sind etlichen kurz-gefasste Anmerckungen von der Hebräischen Sprach angefüget / [Joh. Heinrich Gottfried Ernesti]
Entstehung
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Summarische Nachricht

gewesen. Des^ luliii LiceronisLonsolatio, velcle minuenäO Inctu, cumtrsAmentisuLÄr. LiZonioet ^n6. ?grrkl0 exjzolitig, nec non ^.nt. Kiccodonijuäicio, c>uc> illsm (^iceronis non esse ottenäit, erd. LzAomi pro eaäem orationibus äu^dus, sind

A. 1584 k- 8v, so fem und correct in OKcin? c^er-lackiana gedrucket/ daß man mit Fug nichts daranauszusetzen bat. Es sind mir gleichwol aucheher zu Gesichte gekommen/ darinnen noch diealte Griechische und Lateinische Characteren/ welche kaum ein wenig besser sind/ als die sogenannteMünch^Schrifft/ z. B. in loack, Lnmei-2rij Opuscu-Iis 6e 1<e Kultica 1^77 f. 4?I excusis, und andern

behalten worden. Die Tcmsche Schrtffcen warendazumal durcbgehends noch gar schlecht; so daßman solche auch allhter nicht beWr vcrmuhten darf.Diese Ossicm bat bei die 50 Jahre immer einerleiZeichen/ ob schon bisweilen nur einer kleinen Veranderung/ beliebet; nemlich die Verklarung Chri-sti il: einem Creiß/ mit der Umfchrifft: vomine,

donum elr, nos me esse ; li vis, faciamusliic N'

radei-nneul^, 'I'idi nnum. Und darunter

I..XXXIX : Ke3tu5 populus, qui seit jndil^tionem.

Eben dicfes Zeichen führcten sie auch in einer Einfassung/ da um den HErrn Christum/ Mosen undEliam/ auf einem fliegenden Zettel zu lesen ist:

ess rilin? mens ciilectus , in c^uo midi complacitum

eüi^ Wiederum hatten sie es in einem grössernCreiß/ mit einem Lorbeer Cranz / allwo um denHErrn Christum auf einem fliegenden Zettel diestletzte ^chrtfft; bei dein Pctro aber die Worte ste

hett I Domine, donum ess, mc nos esse» Und darum

ter es. I^XXXlX. Iwol dem Volk/ das jauchzenkau. Weiter findet sich die Figur in einem kleinenOval ganz ohne Schrijft / und stehen auf den vierEcken der Zierlichen Einfassung die Zeichen der vierEvangelisten / oben eines Jünglings mit Flügeln/und eines Adler; unten eines Löwen und einesOchsen.

1546--1548. Johann Daubmann. Seinem-dlemu war 7 Christus auf den Achseln ein Schaftragend / und mit der rechten Hand einen Stum-men/ der vor ihm kniet/ anrührend/ mit der Bei»schrisst l Erhalt mich durch dein Wort. Ps. 119.

1550. Johann Paul Fabricius.

1551. 1581. Valentin ^^euber/ wohnhaft imObern Wehr / hatte zum Zeichen die Geburt Chwsti/ und die Taufe Christi/ fo durch eine Säule/ diezu beeden Seiren einen Bogen formiret/ lev^rirtworden. An dem Fuß der Säulen lehnet einSchild/ darauf ein Creuz, und an dessen untereftcm Ende die zusammen gezogene Initial Buch'-stabend, angesüqct sind/ welche zu beedenSei^ten nochmal/ lind zwar deutlicher/ stehen. Obendarüber befinden sich die Worte/ Johannis am zEs sey denn / daß jemand von muem gebohrenwerde/ aus dem IVasser und Geist/ ran er nichtin das Reich GGttes kommen.

155z. 1554. Georg Merkel/ aufdem NeuenBau/ bei der Kalchhütten. Das Zeichen ist in ei'-nem Viereck ein Kindlein/ das ackert/ darbei derSvruch / Psalm 6z : Du trenkest seine Furchen,und feuchtest sein Gepflügtes.

1554. Hermann Hamsmg.

1554