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Aelteste Buchdruckergeschichte von Bamberg : wo diese Kunst neben Mainz, von allen übrigen Städten Deutschlands zuerst getrieben worden ; aus der Dunkelheit hervorgezogen und bis 1534 fortgeführt, auch mit ein Paar Abhandlungen versehen / von P. Placidus Sprenger, Benediktiner und Bibliothekar der Abtey Banz
Entstehung
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Herr 'Breitkopf in seiner Schrift über die Erfindung tt. führet es S. Z5. n. I. auchan, die Iahrzahl aber 1497 muß ein Druckfehler feyn. Man findet es auch von Herrnvon Murr in seinem Journal Th. 2. S. 155 angezeigt. Daß kein eigentliches Titelblattvorhanden sey/ brauche ich wohl nicht zu erinnern. Ueörigens da Denis in seinenLujipl. ^sitt. p. 425 dies Büchlein aus Breitkopf auf das I. 1497 eingetragen hat, istes daselbst auszumerzen; wo es aber in usturs anzutreffen sey, hat kein Litterator angemerkt.

1 4 8 8.

18) ^5Az/s Am Ende: Liber luill-ilis secuii^um oic^mem ecclelis

Olomucen. W^A^?»// ^o^^?/??em 5e?Z/Ä!/c/m//ck (7/?^//^/s ^z/?5«^»-^c??.impleilu8 ciuctu et exj?enli5 jzeki I l'rsLlieu ciuiz L^ircn. ^nno LIniili Ivj. L0(^.LXXXVIll. «zusito verc» nons; mirc^. tinit seli^ile,. Er. sol.

Herr Denis hat diese Arbeit der Sensenschmidtischen Presse in seinem ?uppl. ^altt.^sZ. 252. num. 201 z zuerst an das Tageslicht gebracht. Er giebt uns aber seinem Planegemäß nur die kurze Nachricht, daß dem Buche eine Anrede des Bischofs Johannes anseine Geistlichkeit voranstehe, daß es mit gothifchen Lettern gedruckt, und Eremplare davonin drey Bibliotheken in Mahren, als bey dem Lycaum zu Brünn , bey der Pfarrey zum heil.Jacob daselbst, und in dem Benediktinerkloster Raygern anzutreffen seyen.

In der Endunterschrist zeigt sich übrigens ein Beweis, daß Peter Dräch, ob erzleich selbst ein Buchdrucker war, und frühere Werke von ihm vorhanden sind, dennoch keineMeßbücher gedruckt habe. Es haben sich alfo I. G. Schelhorn in seinem ^ui,!inxgZ. 40, und Herr Denis in 8uppl^ ^. p. 4Z1 geirret, daß sie ihm das Mainzer Missalvom I. 1497 zugeeignet haben; denn die Unterschrist sagt nicht, daß er es gedruckt, sondernnur, daß er die Kosten davon bestritten habe. Auch das beweiset nichts , daß er sein Wappenhat beydrucken lassen. Johann K^man cle oiinZa^ ließ im Jahr 1507 ein wirzburgischcsBrevier in 3 bey Peter Leichtenstcin zu Venedig drucken , und sein Zeichen beysetzen.

Dieses Missal, welches auch die Carmelitenbibliothek zu Bamberg besitzet, hat Zzo mitromischen Zahlen numerirte Blatter. Der Canon auf Pergament und die mit gedruckten No-ten versehenen I^A-sütioliei sind ohne Zahlen. Vor dem Onan ist ein sauberer Holzschnitt,Christum am Creuze vorstellend. Das Rescript des Bischofs an seinen Cierus lautet so:

Znliauues Oei et g^oltczlicsz seäiz Zratis epitLUjZU5 Oloinucen. uns cu-n es^itulovniveilis et lwAuIiz eccleligruin ^rslstiz, c^iionicis, rectoribus ^s^Iutem in Ooluino.

?g^vi!z1iz cui»uiALt, utsulzciitoruin coiuinuclig intcucjiZmus, ^reiertim-^ue r>ic> ^eunt!oni5 suANiento et cultux äiuini zii'openllori inci-elneiito con^ucuutse^Iulius j)iolö^usmur. 1«.Ici^co ^roui>.m j^alrulu inititutivue: oiclu eccli-li°l5ticus ec^ua-