Druckschrift 
Aelteste Buchdruckergeschichte von Bamberg : wo diese Kunst neben Mainz, von allen übrigen Städten Deutschlands zuerst getrieben worden ; aus der Dunkelheit hervorgezogen und bis 1534 fortgeführt, auch mit ein Paar Abhandlungen versehen / von P. Placidus Sprenger, Benediktiner und Bibliothekar der Abtey Banz
Entstehung
Seite
67
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Der Bischof Veit/ welcher nur 2 Jahre regieret hat, scheint das oben angezeigte Breviervon 149g zu meinen. Es hat aber das gegenwärtige noch viel Eigenes, welches der-malen befremdet. Auf den zweyten und dritten Sonntag voll LnioKsnigm Dünnn! sinddie Homilien aus dem Origines genommen. Die große Litanei) hat nach dem Xyiis:8g!u2!vr muncli. ^ciiuus noz, und dann gleich: 8sncts mgrig. Ors vro nobi.^. Unterden Heiligen kommen viele wenig bekannte vor, z. B. 8. ^eiculi'gne. Lancie äulcinunset cligii/sln>e, 8. (Zereon ll. f. w.

So viel die Grammatik betrift, dachte man 1484 änderst als 1Z01. Dort heißt es8gncte?v und hier t'ie , und doch in beyden gleich darauf 8. <?ai; auch wird am Schlußnicht wie dermalen, gesagt: ^Znus Oei, sondern ^zns Oe! etc. Uebrigcns fehlen hierweiter nichts als cuüoäes. Exemplare davon sind auf dem Michelsberg in Vamberg undju Vanz.

49) ^Zenda ZgmoerZeniig. 1501. in 4.

Wer mag zweifeln, von wem diefe Agende gedruckt worden sey, da folche eben so wohlals das vorhergehende Brevier auf Befehl des Bischofs Veit in diesem Jahrhundert gedrucktworden. Wir wissen bis 1519 von keinem andern Buchdrucker zu Vamberg etwas, alsallein von Johann Pfenl. Die Anzeige fehlt gewiß nicht, und ich wurde mir.solcheaufgezeichnet haben, wenn der alte und verdiente Herr Ausseher der Domkapitlifchen Biblio-thek durch Unpäßlichkeit nicht wäre gehindert gewesen, mir solche vorzuzeigen. Der Caralog,den man mir vorlegte, war nur über die Handschriften, nicht aber über gedruckte Werke.Indessen meldet eine Vambergische Jubiläumsschrift ausdrücklich, daß eine unter Veit Truch-ses von Pcmmersftlden 1501 zu Bamberg auf Pergament gedruckte Ageud daselbst vor-handen sey. Es ist eben kein großer Verlust, sie nicht eingesehen zu haben, denn sie wirdweder von der ersten 1491, noch von der spatern 1514 abweichen.

5°) Des