!6 Bischof Bossuets Einleitung
Jabre der Zehenden von dem Raube, den er den von ihm Jahr-Welt, überwundnen Königen abgenommen hatte, und ^ ^r. Geb.Melchisedec segnete ihn dafür. Abraham besaßunzahlige Reichthümer und eine Macht, dieder Gewalt der Könige gleich war, und behieltdabey die alten Sitten. Er lebte schlecht undgerecht, und auf dem Lande; allein dieses Lebenhatte auch seine Pracht, die dieser Patriarchvornehmlich durch die Gastfreyheit äußerte, dieer gegen alle Menschen ausübte. Der Him-mel gab ihm Gaste; die Engel unterrichteten2148» ihn in den Rathschlüssen Gottes; er glaubte dar- 2856.an, und war beständig voll Glauben und Gott-seligkeit. Zu seiner Zeit gründete IvMuS, derAelteste unter allen Königen, den die Griechenkennen, das Aöni^ich U>Ms. Nach Abra-ham waren Jsaac sein Sohn, und Jacob,sein Enkel, Nachahmer seines Glaubens, seineredlen Einfalt und selbst seines Hirtenlebcns.Gott erneuerte ihnen eben die Zusagen, die erihrem Vater gethan hatte, und regierte sie,wie er ihn geführt hatte. Jsaac segnete den2245. Jacob zum Nachtheile seines ältern Bruders ^759«Esau , und führte die Rathschlüsse Gottes aus,ob es gleich schien, daß er hintergangen worden.Jacob, welchen Gott in seinen.Schuh nahm,war in allem vortrefflicher, als sein BruderEsau . Ein Engel, mit welchem er einen ge-hcimnißvollen Streit hatte, gab ihm den Na-men Israel; seine Kinder heißen daher Jsraeli-ten. Von ihm wurden die zwölf Patriarchengezeugt, die Väter der zwölf Stämme des«braischen Volkes; unter andern Levi, von
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