Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
Entstehung
Seite
40
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4O Bischof Bossuets Eittleitllllg

^ahre nach Bücher Mosis, welche die zehn Stämme wah- JchreStMRvn" '^nd der Zeit ihres Abfallcs beybehalten hatten. ^.Geb.Die Schriften, welche nach der Zeit von denPropheten, die in dem Tempel zu Jerusalemopferten, verfaßt worden waren, wurden beyihnen verabscheut, und daher kömmt es, daß dieSamaritaner nichts, als den Pentateuchus, an-nehmen.

Unterdessen daß Assarhaddon und die Assyrierin Großasien so machtig wurden, fingen dieMeder auch an, groß zu werden. Dejoces,ihr erster König, welcher in der Schrift Arpha-xad heißt, erbaute die stolze Stadt, Ecbatana,und legte daselbst den Grund zu einem großenReiche. Die Meder hatten ihn zur Belohnungseiner großen Eigenschaften auf den Thron ge-seht, den Unordnungen ein Ende zu machen,,welche die Anarchie bey ihnen verursachte. Siebehaupteten sich unter der Negierung eines sogroßen Königes, ob sie sich gleich nicht ausbrei-teten» Rom nahm auch zu, aber nur allmah-8z. lig. Unter dem Tullus Hostilius , ihrem drit- 6?r.ten Könige, trug sich der berühmte Streit derHorazier und Curiazicr zu; Aiba wurde über-wunden und zerstört, und seine Bürger der sieg-haften Stadt einverleibt, welche sich dadurchvergrößerte, und starker machte. RomuluShatte zuerst dieses Mittel gebraucht, die Stadtzu vergrößern, da er die Sabiner und andreüberwundene Völker in Rom ausgenommen hat-te. Diese vergaßen es, daß sie überwundenworden waren, und wurden getreue Untertha-nen. Rom , welches seine Eroberungen immer

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