9O Bischof Bossuets Einleitung
Ichre nach des hervorthat. Die Römer hatten zu eben der 'Mr-StMRom. Zeit eine andre Art von Philosophie, welche nicht^br. Geb.' in Streitigkeiten, Fragen und Unterredungen,sondern in der Mäßigkeit, in der Armuth, in denBeschäfftigungen des Landlebens und des Krie-ges bestund, wo sie die Ehre ihres Vaterlandesund des römischen Namens zu ihrem eignenRuhme machten, und dadurch Herren über Ita-lien und Carthago wurden.Die ix Epo- Im ^2 Jahre nach der Erbauung der StadtScipio'oder Rom , ungefähr 250 Jahre nach der Stifftungw"unden^ ^ persischen Monarchie, und 202 Jahre vorCarthago. Christi Geburt , wurde Carthago von den Rö-552. mern überwältigt. Hannibal hörte nicht auf, 202.ihnen unter der Hand, wo er nur konnte, Feindezu erwecken; allein er richtete nichts anders da-mit aus, als daß er alle seine alten und neuen556. Feinde mit sich in den Untergang seines Vater- 198.558. landes und in den seinigen fortriß. Philippus, 196.König in Macedonien , ein Bundsgenosse derCarthaginenser, wurde durch die Siege des Con-suls,Flaminius, gedemüthigt; diemacedonischenKönige wurden ins Enge getrieben, und Grie-chenland wurde von ihrem Joche befreyt. DieRömer giengen auf Hannibals Untergang um,der ihnen, noch nach seinem Verluste, furchtbar559« vorkam. Dieser große Feldherr wurde genö- i?5»thigt, aus seinem Vaterlande zu flüchten, erregteden Orient wider sie, und zog ihre Waffen nach561. Asien . Antiochus, mit dem Zunamen der Große,wurde nach seinen nachdrücklichen Vorstellungenauf ihre Macht neidisch, und fing einen Kriegmit ihnen an; allein er führte ihn nicht so, wie
ihm