NO Bischof Bosiuets Einleitung
Ichre nach als Christus, oder der Gesalbte des Herrn, und^r-^Ge- Christus verdient ihn, alöHoherpriester,als König, und als Prophet. Man ist nicht wegendes eigentlichen Jahres einig, wo er in die Weltgekommen ist, und man glaubt einstimmig, daß di^wahre Geburtözeit desselben einige Jahre früherzu seßen sey, als unsere gewöhnliche Zeitrech-nung sie annimmt. Unterdessen wollen wir der-selben doch wegen viel größrer Bequemlichkeitenfolgen. Wir wollen nicht weiter über das Jahrder Geburt unsers Heilandes streiten; es istgenug, wenn wir wissen, daß er ungefähr umdas viertausende Jahr der Welt gebohren wor-den ist. Einige setzen dieses Jahr etliche Jahrefrüher, andre einige Jahre später, und noch andregerade in dieses Jahr, welches ein Unterschiedist, der sowohl von der Ungewißheit in der Rech-nung der Jahre der Welt, als von der Unge-wißheit der Geburtszeit unsers Heilandes her-rührt. Dem sey, wie ihm wolle, so ist gewiß,daß ungefähr tausend Jahre nach der Einweihungdes ersten Tempels, und 754 Jahre nach derErbauung der StaN Rom, Jesus Christus , derSohn Gottes von Ewigkeit, ein Sohn Abra-hams und Davids in der Zeit, von einer Jung-frau gebohren worden ist. Dieser Zeitpunkt istder wichtigste unter allen, nicht allein wegen derWichtigkeit einer so großen Begebenheit, son-dern auch darum, weil die Christen schon seitvielen Jahrhunderten ihre Jahre voi, da auzählen. Er ist auch darum merkwürdig, weiler ungefähr in die Zeiten einfällt, wo Rom un-ter der ruhigen Regierung des Augustus wieder
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