?54 Bischof Bossuets Einleitung
IMe nach Herkunft, aber ein geschickter und eifriger Katholik.
^"burt^ Er unterwarf sich, mit seinem ganzen Volke, den Ver-ordnungen des römischen Pabstes, des heiligen Hor-misdas, und machte den Unruhen in der orientali-526. fchen Kirche ein Ende. Zu seinen Zeiten wurdenBoetius , welcher so wohl wegen seiner Lehre, alswegen seiner Geburt, berühmt ist, und SymmachuS,sein Schwiegervater, die beyde zu den höchsten Würdenerhoben worden waren, der Eifersucht des Theodoricaufgeopfert, welcher, ohne Ursache, den Argwohn aufsie geworfen hatte, daß sie eine Verschwörung widerden Staat machen wollen. Der König, welchervon seinem Verbrechen beunruhiget wurde, bildetesich ein, in einer Schüssel, .die man ihm auftrug,das Haupt des Symmachus zu sehen, und starb ei-nige Zeit darauf. Amalasonte, seine Tochter, unddie Mutter des Atalaric , welcher, durch den Tod sei-nes Großvaters, König ward, wurde durch die Go-then verhindert, ihren Sohn so unterrichten zu lassen,wie es seine Geburt verdiente. Sie wurde gezwun-gen, ihn Leuten von seinen Jahren zu überlassen. Siemußte sehen, daß er verderbt wurde, ohne imStande zu seyn, diesem Unheile zu steuern. EinJahr darauf starb Justin, nachdem er den Justi-mcm , seines Brüdern Sohn, zum Mitregenten an-genommen hatte, dessen lange Regierung durchdie Arbeiten des Tribonian , des Sammlers derrömischen Rechte, und durch die Thaten des Beli-sariüs, und des Narses, eines Vcrschnittnen, berühmt
529. 5ZO wurde. Diese beyden berühmten Feldherren unter-u. f. drückten die Perser, schlugen die Ostgochen, und dieVandalen, und eroberten ihrem Herrn Africa, Jta«