Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
Entstehung
Seite
391
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in die allgemeine Geschichte. Z91

das jüdische Volk, zu den Zeiten, wo es in einer voll-kommnen Sicherheit und in einem untadclichen Glau-ben lebte, ausrichten tonnen, das thaten dazumal,nicht früher und nicht später, zwölf Fischer, die JesusChristus sendete, und welche selbst Zeugen seiner Auf-erstehung gewesen waren. Denn die Bekehrung derWelt sollte weder ein Werk der Philosophen, noch derPropheten seyn; es war Jesu Christo vorbehalten,und eine Frucht seines Kreuzes.

Christus und seine Apostel mußten freylich aus denJuden kommen, und die Verkündigung des Evangc-lii mußte zu Jerusalem ihren Anfang nehmen. LLs Ies..,wird zur leyten Zeit der Berg, rvo des HerrnHaus ist, gewiß höber seyn, denn alle Berge,und über alle Hügel erhaben werden. So sagtIesaias; dieser Berg sollte die christliche Kirche seyn.Alle Heiden werden dazu laufen und viele Völ-ker hingehen, und sagen: kommet, laßt uns aufden Derg des Herrn gehen. Zu der Zeit wird Cbend.v.17.der Herr allein hoch seyn, und mit den Göczenwird es ganz auswerden. Allein Iesaias, deralles dieses gesehen hat, sah zu gleicher Zeit, daß das ^Gesey von Zion ausgehen, und von Ierulalemdas N)orc des Herrn kommen würde; darumsagte unser Heiland, daß das Heil von den Juden I0H.4,2-.kommen sollte. Es war Gott anständig, das neueLicht, mit welchem die abgöttischen Völker dereinst er-leuchtet werden sollten, von dem Orte ausgehen zu las-sen, wo es immer gewesen war. In Jesu Christo,dem Sohne Abrahams und Davids , sollten alle Völ-ker gesegnet und geheiligt werden. Wir haben sol-ches oft angemerkt; allein wir haben die Ursache nochnicht angegeben, warum dieser leidende, dieser gekreu-zigte und erniedrigte Jesus der einzige Urheber derBb 4 Hei-