in die allgemeine Geschichte. 59Z
den Menschen in die Welt gesetzt, wo die Weisheitihres Schöpfers aus der Größe, aus dem Reichthu-ms, und aus der herrlichen Einrichtung seines Werkeshervorsirahlte, er mochte seine Augen hinwenden, wo erhinwollte. Der Mensch hat ihn unterdessen verkannt;die Creaturen, die sich ihm zeigten, damit er seinenGeist noch höher erheben sollte, fesselten ihn an sich;der blinde und sinnlose Mensch diente ihnen, und erwar nicht einmal zufrieden, daß er Gottes Werk an-betete; sondern er betete so gar das Werk seiner Hän-de an. Er nahm Fabeln an / die weit lacherlichersind, als die Märchen, welche man Kindern erzählt:er hat die Vernunft vergessen, nunmehr will ihn Gott noch aufcine andre Art sie vergessen lehren. Ein Werk,dessen Weisheit er empfinden konnte, rührte ihn nicht;ihm wird also ein andres Werk gezeigt, wo sich seineVernunft verliert, und wo ihm alles Thorheit zu seynscheint: Das ist das Kreuz Jesu Christi. Mit sei-ner Vernunft versteht er dieses Geheimniß nicht; er zCor-lo,^5.muß alle Vernunft umer den Gehorsam desGlaubens gefangen nehmen/ und alle Anschla-ge, und alle Höhe zerstören, die sich wider dieErkenntniß Gocres erhebet.
lind in der That was begreifen wir dein, in diesemGeheimnisse, wo der Herr der Ehre mit Schandeüberhäuft, wo die göttliche Weisheit als Thor-heit angesehen wird, und wo derjenige > der in sichselbst seiner natürlichen Größe gewiß ist, esnicht für einen Raub hielt, Gott gleich zu seyn, Philipp.sich stlbst geäußert, Zxnecht.'Sgestalc angenom- ^'men, sich selbst erniedriger har, und bis zumTode, ja bis zum Tode am Zxreuze gehorsamworden ist i Hier verlieren sich alle unsre Gcdan-Bb 5 ken,