m die allgemeine Geschichte. 4Ol
der Natur taub geworden/ die wider sie zeugte. Waswurde nicht für eine Macht erfordert, den wahrenGott, der ganz vergessen worden war, in das Anden-ken der Menschen wieder zurückzurufen, und das mensch-liche Geschlecht aus seinem so tiefen Schlummer zuerwecken.
Alle Sinne, alle Leidenschaften, alle Vortheile derMenschen stritten für die Abgötterei). Sie war zumVergnügen erfunden: die Ergetzlichkeiten, die Schau-spiele, und die Ausschweifungen selbst machten einenTheil des Gottesdienstes aus. Die Feste warennichts, als Spiele, und die Schalkhaftigkeit war ausdem bürgerlichen Leben nicht so sehr verbannl,als ausden Geheimnissen der Religion. Wie konnten so vcr-dorbne Gemüther zu einer so ordentlichen, wahrhaf-ten, keuschen, und strengen Religion gewöhnt werden,welche eine Feindinn der Sinne war, und einzig undallein unsichtbare Güter zum Gegenstände hatte. Derheilige Apostel Paulus redete mit dein Statthalter inIudäa , Felix, von der Gerechtigkeit, von der Apostg, ,4,Reufchheit, und von dem zukünftigen Leben.Felix aber erfchrac? und sagte: Gebe hin aufdießmal; wenn ich gelegne Zeit babe, will ichdich herrufen lassen. Eine solche Rede mußte füreinen Mann weit hinaus geschoben werden, der ohneGewissensunruhe die Güter dieser Welt genießen wollte.
Will man den Eigennutz in Bewegung sehen, die-se mächtige Triebfeder, die alle menschlichen Hand-lungen und Vorfälle treibt? Als die Predigtendesheiligen Paulus in ganz Asien das Ansehen der Abgöt-terey sehr in Abnehmen brachten, so versarnmletcn sichdie Goldschmiede, welche ihr Leben durch die Verferti-gung kleiner silberner Tempel der Diana erhielte», und
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