in die allgemeine Geschichre. 427
Menschen zu bezeugen, konnte der ein herrlicheresZeugniß ablegen, das Andenken dieser Wunder zu er-halten , als daß er die Acten, in welche sie nach derZeitordnung ausgezeichnet waren, in den Handen einesgroßen Volkes erhielt? Das alles finden wir in denBüchern des alten Testamentes, welche die ältesten Bü-cher aufder Welt und aus dem Alterthume die einzigensind, die die Erkenntniß des wahren Gottes lehren; inden Vüchern,we.lche das jüdische Volk allezeit mit einerso großen Sorgfalt aufbewahrt hat. Es ist unstreitig,daßdieses das einzige Volk ist, wclchcs,vonseinem Ursprüngean, den Schöpfer des Himmels und der Erde erkannthat; folglich mußte es auch das einzige seyn, welchesdie Geheimnisse dieses Gottes verwahren sollte. Eshat dieselben auch mit einer heiligen Sorgfalt erhal-ten, die ihres gleichen nicht hat. Die Bücher, welchedie Aegypter und alle andern Völker für göttlich aus»gaben, sind schon eine so lange Zeitverlohrcn, so daß manin der alten Geschichte kaum einige dunkle und ver-wirrte Nachrichten davon antreffen kann. Die gehci«ligten Bücher der Römer, in welchen Numa, der Stif-ter ihrer Religion, ihre Geheimnisse aufgezeichnet har-te, sind durch die Hände der Römer selbst untergegan-gen, und der Senat hat sie als solche verbrennen las-sen, die auf den Umsturz der Religion abzielten*.Eben dieselben Römer haben auch die SybillinischenBücher untergehen lassen, die unter ihnen eine solan-ge Zeit, als prophetische Bücher, verehrt worden sind,und wie man glaubte, die Rathschlüsse der unsterbli-chen Götter von ihrem Reiche enthalten sollten, ohnedaß sie iemals, ich will nicht sagen, ein ganzes Buch,
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* ?ir. l.lv. Ildr. 49. c. 2Y. Varro Ubr. äe culru vcor.»puä ^UAult. ile civir. Ilbr. VII. Z4.