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Von
Der römischen Bischöfe
bey den allgemeinen Versammlun-gen der ersten Kirche»
enn Männer, die mit allen Vorzügen des
menschlichen Verstandes begab« sind, die mikeiner tiefen Einsicht in die Wissenschaften einegroße Redlichkeit und Unparcheylichkeit verbinden, oderdem,was sie vortragen, den elnüehmenden Schein dieserTugenden zu geben wissen, wenn solche Manner sch-ien, so kann man nicht sorgfältig genug seyn, alles,wo sie irren, anzumerken, und von der Wahrheit genauzu unterscheiden. Die Irrthümer kleinrer Geister verra-then entweder ihre natürliche Gestalt bey dem erstettAnblicke, oder können sie zum wenigsten nicht gar lan-ge Zeit den Augen entziehen. Die Fehler großerMänner sind schwerer zu erkennen, weil sie die Kunstwissen, ihre Irrthümer fast so liebenswürdig zu machen,als die Wahrheiten selbst sind. Wenn sie so irren, daßsie selbst auf dem rechten Wege zu seyn glauben, wieleicht können sie andre darauf verführen, wie eben kön-nen sie ihn machen, und mit wie viel Blumen wer-den sie ihn nicht überstreuen ! Man sieht es nicht,wenn sie straucheln, weil sie mit Anstand zu strauchelnwissen. Wenn sie aber empfinden, daß sie irren, undes ist ihren Leidenschaften daran gelegen, ihre Em-pfindungen zu verbergen, und andre zu hintergehen.
dem Range und Ansehen
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